Einen bulgarischen Fahrer eines Vans mit mazedonischer Zulassung hat die Polizei am vergangenen Samstag, 3. Januar, gegen 23 Uhr aus dem Verkehr in den Autohof Berg geleitet. Wie sich dann herausstellte, transportierte der bulgarische Fahrer fünf mazedonische Personen, die über Einreisedokumente für touristische Zwecke verfügten.

Die Ermittlungen ergaben jedoch, dass diese in Deutschland einen Daueraufenthalt anstreben. Somit ergab sich der Straftatverdacht nach dem Aufenthaltsgesetz. Die unerlaubt eingereisten Mazedonier im Alter von 21 bis 36 Jahren bekamen eine Strafanzeige und die Aufforderung, Deutschland schnellstmöglich zu verlassen und in ihre Heimat zurückzukehren.

Nur 24 Stunden später überprüften die Fahnder in der Rastanlage Frankenwald einen österreichischen Personenkraftwagen. In dem Wagen saßen fünf Syrer, die von einem 33-jährigen Österreicher und einem 37-jährigen Staatenlosen eingeschleust wurden.

Die Ermittlungen ergaben, dass die Syrer in Wien abgeholt wurden und nach Skandinavien transportiert werden sollten. Die Geschleusten im Alter von 22 bis 46 Jahren wurden an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Zirndorf weitergeleitet.

Gegen die drei Schleuser hat die Bundespolizei die Ermittlungen wegen Einschleusens von Ausländern aufgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof wurden sie dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Hof vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft an, worauf die Einlieferung in die Justizvollzugsanstalt erfolgte.