In Hof "strandeten" die Anhänger von Dynamo Dresden auf ihrem Heimweg aus Würzburg. Die Stimmung war gereizt. Nur mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften gelang es oberfränkischen Polizisten sowie Beamten der Bereitschaftspolizei und der Bundespolizei am Samstagabend, Ausschreitungen im Stadtgebiet Hof zu verhindern. Zahlreiche Beamte begleiteten schließlich einen Sonderzug mit den aggressiven Anhängern bis nach Dresden.

Ausschreitungen in Würzburg

Bereits am Vormittag, bei der Anreise mit der Bahn zum Spiel zwischen FC Würzburger Kickers und SG Dynamo Dresden in Würzburg, waren die alkoholisierten Fußballfans des sächsischen Vereins aufgefallen.

In Würzburg selbst kam es zu mehreren Auseinandersetzung zwischen den Fans und der Polizei. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Nach Spielende waren am Abend über 230 der gewaltbereiten Fans mit der Regionalbahn wieder auf der Rückreise durch Oberfranken in Richtung Heimat. Die Bahnhöfe wurden dabei stets von Polizeikräften im Auge behalten.

Situation in Hof droht zu eskalieren

Aufgrund eines technischen Defekts auf der Strecke, mit einem außerplanmäßigen Halt, kam der Zug schließlich verspätet am Hofer Bahnhof an und musste dort endgültig stehenbleiben.

Der geplante Anschlusszug für die Anhänger war bereits abgefahren und der nächste planmäßige Zug ging erst am frühen Sonntagmorgen. Die aufgeheizte und aggressive Stimmung in den Zugabteilen drohte endgültig zu kippen.

Inzwischen waren aus ganz Oberfranken Einsatzkräfte der Landespolizei, Bereitschaftspolizei sowie der Bundespolizei zusammengezogen worden, um Ausschreitungen der gewaltbereiten Fans verhindern.

Schließlich konnte mit einem Sonderzug, in dem zahlreiche bayerische Beamte die Sicherheit gewährleisteten, die Rückfahrt der Anhänger nach Dresden fortgesetzt werden.