Am frühen Mittwochabend (25. Mai 2022) bildete sich auf der A9 bei Stammbach ein Stau wegen einer Baustelle. Wie die Verkehrspolizei Hof berichtet, reichte der Rückstau bis vor die Anschlussstelle Münchberg-Süd. Im dortigen "Stop-and-Go-Verkehr" kam es zu einer Gewalttat.

Ein 43 Jahre alter Autofahrer bremste zunächst einen Geländewagen aus, der hinter ihm fuhr. Dann stieg er aus, riss die Tür des fremden Autos auf und schlug dem Fahrer unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. 

Eskalation im Stau auf A9: 43-Jähriger attackiert anderen Autofahrer

Anschließend ging der 43-Jährige zurück zu seinem Wagen und setzte seine Fahrt in Richtung Berlin fort. Der Fahrer des Geländewagens alarmiert die Polizei und fuhr anschließend noch bis zum nächsten Autohof weiter. Der 47-Jähriger hatte bei dem Angriff eine Platzwunde über dem Auge erlitten und musste medizinisch versorgt werden.

Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung nach dem Angreifer ein und eine Motorradstreife konnte ihn kurze Zeit später auf einem Parkplatz anhalten. Bei der Kontrolle des 43-Jährigen stellten die Beamten einige Auffälligkeiten fest, die auf Drogenkonsum hinweisen. Ein entsprechender Test bestätigte diesen Verdacht. Der Mann musste zur Blutentnahme in ein Krankenhaus, womit seine Weiterfahrt vorerst beendet war.

Den Fahrer erwarten nun mehrere Anzeigen, unter anderem wegen Körperverletzung und Fahren unter Drogeneinfluss. Die genauen Hintergründe der Eskalation sind noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen.

 

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