Nicht zum ersten Mal inserierte eine Frau aus Rumänien Online-Anzeigen und bot ihre Dienste in Oberfranken an, berichtet die Polizei. Diesmal ging sie verbotenerweise in Helmbrechts im Landkreis Hof der Prostitution nach - und geriet dabei der Kripo Hof in die Fänge. 

Die 25-Jährige fiel bereits in der Vergangenheit damit auf, dass sie in ländlichen Bereichen der Prostitution nachgeht, in denen es aufgrund der Gemeindegrößen jedoch verboten ist. Der Gesetzgeber sowie eine bekannte Münchner Musikband sprechen hierbei vom „Sperrbezirk“. 
So war die Frau laut Polizeibericht bereits in den Landkreisen Kulmbach und Coburg aktenkundig. Damals schlossen sich Anzeigen bei den Landratsämtern wegen einer Ordnungswidrigkeit der verbotenen Prostitution an. 

Prostitution im Sperrbezirk: 25-jährige Frau war bereits aktenkundig

Im polizeilichen Datenbestand sind diese weiterhin ersichtlich und recherchierbar. Im Falle einer beharrlichen Wiederholung bleibt es nicht mehr bei einer Ordnungswidrigkeit. So stieß am Dienstag (28. Juni) die Kriminalpolizei Hof auf den Namen der Frau. 

Sie hatte zuvor ihre Dienste auf der Seite einer Online-Plattform inseriert und beschrieb, wo sie zu finden sei: in Helmbrechts - mitten im Sperrbezirk. Die Kriminalbeamten fingierten eine Anfrage und schrieben der Dame. Diese gab anschließend Uhrzeit und Örtlichkeit bekannt.

Beim Treffen im Keller eines Hauses staunte sie dann nicht schlecht, als sich der Mann nicht entkleidete, sondern seinen Dienstausweis vorzeigte. Bei der Durchsicht des „Arbeitsraumes“ stießen die Kriminalbeamten auf gut gepflegte Dokumentationen zurückliegender Einnahmen in einem Spiralblock sowie auf das dazugehörige Bargeld. Die 25-Jährige muss sich nun wegen der verbotenen Prostitution strafrechtlich verantworten.