Das bayerische Umweltministerium hat für Hinweise auf Wilderer der streng geschützten Flussperlmuscheln eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. "Flussperlmuscheln sind vom Aussterben bedroht", sagte die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) am Donnerstag in München. Wilderei an diesen seltenen und streng geschützten Tieren müsse "konsequent verfolgt und bestraft werden".

Hintergrund sind zwei Wilderei-Fälle im Landkreis Hof. Bereits im August dieses Jahres seien aus einem Gewässer rund 1.500 Flussperlmuscheln illegal entnommen worden, vor kurzem aus dem selben Gewässer noch einmal rund 4.000 Tiere. Bayernweit wird der Bestand auf rund 30.000 Flussperlmuscheln geschätzt, sie hat ihren Verbreitungsscherpunkt im Freistaat in Oberfranken, ist aber auch in der Rhön und der Oberpfalz in nährstoff- und kalkarmen Bachläufen zu finden.