Hofer Landbus nimmt Kurs auf: Am Dienstagvormittag (17. September 2019) hat Landrat Dr. Oliver Bär gemeinsam mit der Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, den Weg frei gegeben für den Hofer Landbus. Ein ähnlicher Service wird bislang nur in Städten wie etwa München oder Berlin angeboten.

Der Hofer Landbus wird zunächst für einen Zeitraum von einem Jahr erprobt. Ziel sei es, den öffentlichen Nahverkehr in der Region deutlich zu verbessern: "Der Hofer Landbus verbessert das Angebot im öffentlichen Nahverkehr und bietet dabei dem Nutzer maximale Flexibilität", so Landrat Dr. Bär.

Pilotprojekt: So funktioniert der Landbus in Hof

"Per Knopfdruck kommt man auch ohne eigenes Auto an 170 Ziele im ganzen Landkreis", erklärt Ministerin Gerlach. Der Hofer Landbus ermöglicht in den Kommunen Rehau und Regnitzlosau einen öffentlichen Nahverkehr ohne Fahrplan, der sich ganz nach dem Bedarf der Fahrgäste orientiert.

Das heißt, mittels App oder auch per Anruf kann der Hofer Landbus individuell, an sieben Tagen die Woche, jeweils zwischen 6 Uhr und 23 Uhr, angefordert werden. Dabei fährt der Landbus die Haltestellen nicht nach Fahrplan ab, sondern fährt auf Anfrage die Haltestellen an, zu denen der Fahrgast möchte.

Immer mehr Alternativen zu Bus und Bahn werden angeboten: Die Gemeinde Himmelkron hat gleich fünf Mitfahrbänke durch die Mitarbeiter des Bauhofs aufstellen lassen.

Hofer Landbus: Bedarfsorientiert und umweltschonend

Nach der Buchung erscheinen in der App der Name des Fahrers und das Nummernschild des Fahrzeugs. Zudem wird die Anfahrt des Fahrzeugs sowie dessen voraussichtliche Ankunftszeit in Echtzeit in der App angezeigt. Die Fahrt wird beim Fahrer in bar bezahlt und kostet streckenunabhängig 3 Euro. Kinder unter 6 Jahren fahren gratis, ebenso Schwerbehinderte.

Möglich macht diesen Service eine spezielle Software der Firma door2door, die möglichst viele Fahrten bündelt, anhand der Anfragen Routen festlegt und so bedarfsorientiert und umweltschonend arbeitet.

Im Video: 373 Punkte in Flensburg: Auto beschlagnahmt - Fahrer droht Freiheitsstrafe