Die Stadt Hof in Oberfranken will 379 in Schulen eingesetzte Luftreinigungsgeräte dem Hersteller zurückgeben, weil sie mangelhaft sein sollen. Das teilte das Rathaus am Dienstag mit. "Unsere Schulen wären seit Monaten vollumfänglich mit Luftfiltergeräten ausgestattet, hätte die beauftragte Firma fristgerecht und den technischen Vorgaben entsprechend geliefert", sagte Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD).

"Nachdem die Geräte aber technische Mängel aufweisen und eine Nachbesserung bisher nicht stattfand, wollen wir vom Vertrag zurücktreten." Das Unternehmen, von dem die Anlagen stammen, war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Stadt weist Schuld von sich - Verhandlungen mit Hersteller dauern an

Die Stadt sei allen Verpflichtungen nachgekommen und "habe mit erheblichem Aufwand versucht, die Situation zu bereinigen. Die Verhandlungen dauern weiter an, ihr Ausgang bleibt abzuwarten", sagte Döhla. Juristische Auseinandersetzungen seien nicht ausgeschlossen, Geld sei für die Anlagen noch nicht bezahlt worden. Die 379 Geräte waren den Angaben zufolge nach der EU-weiten Ausschreibung an die Schulen geliefert worden.

Seit März 2021 seien pandemiebedingt 41 mobile Luftfilteranlagen an den Hofer Schulen für die Verbesserung der Luftqualität in den Innenräumen mit kleinen Fenstern vorhanden. Die 379 neuen Geräte sollten auch als Ersatz für die bisherigen dienen.

Die Schulen sollten im zweiten Corona-Winter nicht noch einmal geschlossen werden. Um die Infektionsgefahr zu reduzieren, gibt die Regierung Geld für Luftfilter in Klassenzimmern. Der Nutzen der Luftfilter ist umstritten. Das Umweltbundesamt rät zu fest installierten Belüftungsanlagen.