Laden...
Hof
Schmuggel

Ekel-Fund auf A9 in Oberfranken: Zoll zieht Lkw mit unappetitlicher Fracht aus dem Verkehr

Zollbeamte haben bei einer Kontrolle auf der A9 im Landkreis Hof 550 Kilogramm ungekühlte Wurst in einem Lkw entdeckt. "Mit den Waren hätte man durchaus einen kleinen Kiosk betreiben können", teilte das Hauptzollamt Regensburg mit.
 
Zoll, Kühllaster
Zollfahnder auf A9 im Einsatz: Im oberfränkischen Berg wurde über eine halbe Tonne ungekühlte Wurst konfisziert und anschließend vernichtet. Symbolfoto: Tino Plunert/dpa Foto: Tino Plunert (dpa-Zentralbild)

Lastwagen mit ekliger Fracht auf A9 in Oberfranken gestoppt: Bei der Kontrolle eines Lastwagens im oberfränkischen Berg (Landkreis Hof) sind unter anderem 550 Kilogramm ungekühlte Wurst sichergestellt worden. "Mit den Waren hätte man durchaus einen kleinen Kiosk betreiben können", teilte das Hauptzollamt Regensburg am Mittwoch (16. September 2020) mit.

Den Zöllnern war das verdächtige Fahrzeuggespann bereits vorher auf der A9 in Fahrtrichtung Nürnberg aufgefallen. Auf der Autobahn-Rastanlage Frankenwald-West kontrollierten sie dann den 39-jährigen Trucker und seinen Laster - und wurden prompt fündig.

A9: Zöllner stellen Zigaretten, Bier, Schnaps und Wurstwaren sicher

Bei der Kontrolle am vergangenen Samstag (12. September 2020) gab der Lkw-Fahrer zunächst an, lediglich 800 Stück Zigaretten an Bord zu haben. Weil nach dem Öffnen des Lieferwagens und des Anhängers jedoch verschiedenartige Waren - darunter auch Lebensmittel - zum Vorschein kamen, brachten die Zöllner das Gespann zur genaueren Überprüfung in eine nahe gelegene Halle.

Hier wurden die Zweifel der erfahrenen Zöllner schnell bestätigt: Im Fahrzeug und im Anhänger befanden sich insgesamt 20.800 Stück unversteuerte Zigaretten, rund 160 Liter Bier, etwa 140 Liter hochprozentiger Alkohol, 550 Kilogramm ungekühlte Wurstwaren sowie 60 Liter Dieselkraftstoff in Kanistern.

Die Zöllner stellten die Waren sicher und leiteten gegen den Trucker ein Steuerstrafverfahren ein. Die hinzugezogene Lebensmittelaufsichtsbehörde des Landratsamts Hof ordnete die umgehende Vernichtung der aufgefundenen Wurstwaren an.

Staatsanwaltschaft Hof ordnet Sicherheitsleistung an

Auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft Hof musste der Beschuldigte eine Sicherheitsleistung im hohen dreistelligen Euro-Bereich leisten. Die weiteren Ermittlungen übernahm das Zollfahndungsamt München - Dienstort Nürnberg.

Die A9 im Landkreis Hof musste vor Kurzem infolge eines Unfalls voll gesperrt werden. Ein mit sechs Menschen besetzter Kleintransporter war gegen einen Lkw geprallt.