Eine gute Idee. Die Gemeinde Knetzgau hat herkömmlichen Unterricht hinterfragt und will etwas Neues ausprobieren: Die Schüler sollen ihre Stärken und Schwächen selbst entdecken, die Lehrer entsprechend mit Rat und Tat zur Seite stehen. Lernniveau und Lerngeschwindigkeit werden den Fähigkeiten der Kinder angepasst. Kann das funktionieren? Ja, kann es.

Zum einen hat das angedachte Konzept der Dreiberg-Schule wenig mit Nachlässigkeit zu tun, denn Disziplin steht auch bei dem neuen pädagogischen Ansatz hoch im Kurs. Pünktlichkeit, Fleiß und letztlich auch Erfolg bleiben Faktoren, die im neuen System nicht an Bedeutung verlieren. Nur sollen die Schüler nicht im öden Frontalunterricht alles eingebleut bekommen, sondern möglichst von selbst erkennen, dass Arbeiten respektive Lernen Spaß machen kann und sie weiterbringt.
Deswegen dürfen sie selbst nach Wegen suchen, die sie für sich nutzen wollen, um sich weiterzuentwickeln.

Zum anderen führt die offene Gestaltung der Unterrichtsräume dazu, dass der Kontakt unter den Schülern häufiger und inniger wird, die Kommunikation läuft nicht mehr größtenteils über den Lehrer. Sie ist direkter.
Bestenfalls fördern sich die Kinder gegenseitig, Aggressionen (Stichwort Stillsitzen) werden gar nicht erst aufgebaut. Da will man doch glatt wieder in die Schule.