Hierzu laden Landrat Rudolf Handwerker und Sibylle Kneuer, die Kulturbeauftragte des Landkreies, alle interessierten Gäste ein. Die Veranstaltung findet statt in Haßfurt im Gasthof „Zum Hirschen“ und beginnt um 18 Uhr. Zuvor wird um 17 Uhr ein geführter Rundgang durch Haßfurt zu verschiedenen Werken Theins angeboten.
Heinrich Thein ist der Namensgeber der Berufsschule in Haßfurt. Auch eine Stiftung ist nach ihm benannt. Sie schüttet jedes Jahr Fördermittel aus, mit denen junge Handwerker unterstützt werden.
Die Eltern von Heinrich Thein stammten beide aus dem Landkreis Haßberge, der Vater aus Burgpreppach, die Mutter aus Goßmannsdorf. Nach einer dreijährigen Lehre zum Töpfer und Ofenbauer in Lauf bei Nürnberg besuchte Thein zwei Jahre lang die Bildhauer- und Zeichenschule in München. Mit 21 Jahren wurde er Abteilungsleiter in der Ofen- und Modellfabrik Gunzenhausen.
Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg leitete er die väterliche Ofenfabrik in Hofheim. Von 1925 bis 1945 lebte er in Meißen: Dort wurde er künstlerischer Leiter der Sächsischen Ofen- und Wandplattenfabrik. 1949 ging er mit seiner Frau in den Westen. In Nienburg an der Weser übernahm er die Leitung der städtischen Keramikschule.
Ab 1952, mit Erreichung des Ruhestandes, lebte er mit seiner Frau in Haßfurt. Bis zu seinem Lebensende arbeitete Thein als freischaffender Künstler, als Bildhauer, als Zeichenkünstler und als Keramikkünstler, vor allem von Kleinplastiken. Bekannt ist in Haßfurt vor allem sein Kreuzweg in der Kapelle des Salesianums in der Häckergasse.
Referentin des Abends ist Marie-Hortense Müller, Lehrerin an der Heinrich-Thein-Berufsschule Haßfurt und Kunsthistorikerin. Sie befasst sich seit einigen Jahren intensiv mit dem Werk Theins.