Mit einem großen Fest hat die Rummelsberger Diakonie ihre neuen Räume an der Hauptstraße in Haßfurt eingeweiht und unter den Segen Gottes gestellt. Der Name des Treffpunktes und der Anlauf- und Beratungsstelle "mitten-drin" sind treffend gewählt worden: Die Diakonie ist nun mitten in der Region, Menschen mit Behinderung sind mit ihren Anliegen mitten in der Gesellschaft und das diakonische Handeln zeigt laut katholischem Stadtpfarrer Stephan Eschenbacher, "dass Gott mittendrin" ist.

Die Rummelsberger Diakonie möchte mit dem Begegnungsbüro auf den Bedarf der Menschen in der Region und der Stadt reagieren und sie vor Ort unterstützen. "Wir wollen Ihnen helfen, sich selber zu helfen. Sie sollen die Unterstützung erhalten, die Sie brauchen.
Wir wollen Sie begleiten, Kurse und Veranstaltungen anbieten und wir treffen uns mit anderen Fachleuten, um Ihnen aufzeigen zu können, welche Hilfen Sie erhalten können", beschrieb Ingrid Schön, Leiterin für offene Angebote, das Ziel der Rummelsberger Diakonie in Haßfurt. "Außerdem soll mitten-drin ein Treffpunkt für alle Menschen werden."

Mit den neuen barrierefreien Räumen ist die Rummelsberger Diakonie mitten in der Stadt. "Hier vernetzen sich unsere unterschiedlichen Dienste in der Region Haßberge wie die offenen Angebote, das ambulant unterstützte Wohnen, personenzentrierte Angebote, das Casemanagement, Freizeit- und Bildungsangebote, Beratung, Begleitung, Unterstützung und Anleitung zur Barrierefreiheit und vieles mehr", sagte der Geschäftsführer der Rummelsberger Dienste für Menschen mit Behinderung, Karl Schulz.

"Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Büro sind ein Bindeglied zwischen den vielen bestehenden Angeboten und von Behinderung betroffenen Menschen, die oft noch nicht mittendrin stehen", ergänzte der kaufmännische Vorstand Harald Frei. "Auch wenn wir durch die Auflösung des Standortes Ditterswind manche Unruhe ausgelöst haben, bin ich glücklich, dass wir hier so eine tolle Arbeit machen können, und ich freue mich auf die Eröffnung unserer neuen Wohngruppen in Ebelsbach und Zeil in diesem Jahr," sagte Frei.

Die Behindertenbeauftragte des Bezirks Unterfranken, Bezirksrätin Karin Renner, bezeichnete die Arbeit der Rummelsberger Diakonie als beispielhaft. "Sie sind Berater, Partner und Vorbild für bürgerschaftliches Engagement. Sie leben Inklusion im wahrsten Sinn des Wortes und dafür danke ich Ihnen sehr."

Auch der neue Haßfurter Bürgermeister Günther Werner freute sich, dass die Rummelsberger Diakonie nun mitten in Haßfurt als "Nährboden" für mehr Inklusion dient. "Ihr Ziel, Menschen mit Behinderung zu helfen, ihr Leben selbst zu meistern, ist mir sehr wichtig", teilte er mit und überreichte Karl Schulz und dem Regionalleiter Unterfranken, Diakon Günter Schubert, symbolisch das Stadtwappen von Haßfurt.

"Der Name mitten-drin könnte den Kerngedanken der Integration und Inklusion nicht besser ausdrücken", sagte Landrat Wilhelm Schneider. "Nur wer mitten in der Gesellschaft steht, wer wahrgenommen wird und teilhaben kann, ist wirklich ein lebendiger Teil dieser Gesellschaft." Dazu werde die Anlaufstelle einen wichtigen Beitrag leisten, und der Landkreis werde sie bei der Netzwerkarbeit unterstützen, wo immer es möglich sei, sagte er. Am Herzen liegt ihm aber auch, dass sich die Rummelsberger um die versprochene, sinnvolle Nachnutzung von Schloss Ditterswind bemühen.

Mit den Worten "Etwas Neues zu beginnen, war ein Wagnis immer schon. Wenn die Pläne dann gelingen, umso schöner ist der Lohn. Es ist geschafft, nun geht es los, unsere Hoffnungen sind groß. Ein Fest soll nun auch sein, drum laden wir Euch herzlich ein" (auf Deutsch und Russisch), teilten die Nutzer Olga Werner und Matthias Freund aus der Außenwohngruppe ihre Freude über die Eröffnung mit. Anschließend segneten Pfarrer Stephan Eschenbacher und die evangelische Pfarrerin Doris Otminghaus die Räume und die Menschen, die hier arbeiten und Hilfe erhalten, bevor die Vermieter, die Familien Drescher und Heinisch, den symbolischen Schlüssel übergaben.

Zum Schluss machte Diakon Günter Schubert noch auf die Kunstausstellung in den neuen Räumen aufmerksam. "Das Künstler-Ehepaar Hannelore Heider und Michael Knobel aus Ebelsbach hat mit Menschen aus Schloss Ditterswind ein Kunstprojekt begonnen", sagte er. "Dabei sind Bilder entstanden, die die noch vertraute Umgebung zeigen und die sich an den neuen Standorten im Landkreis fortsetzen werden."
Die Feier und das Begegnungsfest gestaltete Benjamin Albrecht aus Ermershausen mit