Es handelt sich, wie das Landratsamt in Haßfurt am Montag mitteilte, um einen 67-jährigen Mann, der an schweren Grunderkrankungen litt und in einer stationären Einrichtung mit der Infektion gestorben ist. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf zehn im Kreis Haßberge.

Das Gesundheitsamt Haßberge meldete am Montag 33 weitere Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Personen, die im Landkreis positiv auf das Coronavirus getestet wurden, auf 885 (Stand: 23. November, 15 Uhr). 531 Bürger sind inzwischen wieder genesen. Demnach sind aktuell 344 Personen mit dem neuartigen Virus infiziert. Aktuell werden zehn Personen stationär im Krankenhaus behandelt, davon drei auf der Intensivstation. In häuslicher Isolation befinden sich 1707 Personen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit aktuell bei 270,19 im Landkreis Haßberge.

Woher kommen die Neuinfektionen? "Das Ausbruchsgeschehen im Landkreis ist weiterhin diffus", erklärt das Landratsamt. Bei den Neuinfektionen handelt es sich um Personen verschiedener Altersgruppen, verteilt auf den gesamten Landkreis. Sowohl Kinder als auch Jugendliche sowie Personen im mittleren Erwachsenenalter und Senioren wurden positiv getestet. Ein Großteil der letzten Infektionsfälle geht auf die Testung von Personen zurück, die sich bereits in Quarantäne befanden, weil sie direkten Kontakt zu einem Infizierten hatten. Dazu kommen Infektionen in Schulen und Kindergärten sowie Ansteckungen am Arbeitsplatz und im familiären Bereich. Neu betroffen von einem positiven Coronafall sind die Grund- und Mittelschule Theres sowie die Paul-Moor-Schule Stettfeld.

Das Arbeitsaufkommen im Gesundheitsamt Haßberge ist derzeit sehr hoch. Die Mitarbeiter arbeiten laut Behördenangaben mit allen Kräften an der Bewältigung der Corona-Pandemie. Dennoch kann es in manchen Bereichen weiterhin zu einer gewissen Verzögerung kommen. In der Bearbeitung werden deshalb gezwungenermaßen Prioritäten gesetzt.

Das Besuchsverbot in den beiden Krankenhäusern Haßfurt und Ebern bleibt. Aufgrund der hohen Inzidenzwerte im Landkreis hat der Krisenstab der Haßberg-Kliniken ein generelles Besuchsverbot beschlossen. Ausnahmen gelten nur für werdende Väter, die bei der Entbindung dabei sein dürfen, sowie für Schwerstkranke und Patienten am Lebensende. Hier sind Besuche nach Rücksprache mit dem zuständigen Arzt möglich.