Sieben Jahre hat Bürgermeister Holger Baunacher Zeit, seine im Wahlkampf versprochenen Ziele zu verwirklichen. Denn erst im März 2020 findet wieder eine Bürgermeisterwahl in Wonfurt statt. In der Sitzung des Gemeinderats Wonfurt am Montagabend im Rathaus wurde das neu gewählte Oberhaupt der Gemeinde vom Dritten Bürgermeister Rudolf Weidenbacher vereidigt.

Nach dem aus gesundheitlichen Gründen erfolgten Rücktritt von Bürgermeister Dieter Zehendner (CSU) im vergangenen Jahr hatte die Zweite Bürgermeisterin Isolde Schuck mit Hilfe des Dritten Bürgermeisters Rudolf Weidenbacher die Amtsgeschäfte geführt. Im Februar fand die Bürgermeisterwahl statt.
Dabei setzte sich Holger Baunacher klar gegen seinen Mitbewerber Karl-Heinz Wagenhäuser (FW) durch.

Für gute Zusammenarbeit

Zweite Bürgermeisterin Isolde Schuck betonte, dass sich der Gemeinderat eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister wünsche. "Nur, wenn wir an einem Strang ziehen, können wir etwas für unsere drei Dörfer erreichen", sagte sie. Jeder Gemeinderat sei bereit, Holger Baunacher mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, besonders der Dritte Bürgermeister und sie selbst. "Wir wünschen Dir viel Energie und Freude für Dein neues Aufgabengebiet, das sicher eine große Herausforderung für Dich sein wird", gab sie dem neuen Bürgermeister zusammen mit den besten Wünschen vom alten Bürgermeister Dieter Zehendner mit auf den Weg.
Auch Landrat Rudolf Handwerker (CSU) ließ es sich nicht nehmen, dem neuen Bürgermeister viel Erfolg zu wünschen. Baunacher ist parteilos, war aber von der CSU aufgestellt worden.

"Du betrittst zwar kommunalpolitisches Neuland, doch fehlende kommunalpolitische Erfahrung muss kein Nachteil sein. Denn Du kannst unbelastet an das Amt herangehen und so einen echten Neuanfang verkörpern", betonte er. Ein Bürgermeister sei ein unverzichtbarer Impulsgeber. Von seiner Fähigkeit, Ziele zu definieren, konsequent anzusteuern, andere zu überzeugen, zu motivieren und mitzuziehen, hänge viel ab.

"Großes Gewicht"

Die Kommunalpolitik habe im Grunde mit allem zu tun, was im Leben vorkomme. "Sie hat ein großes Gewicht, da jeder Einzelne im Alltag merkt, wofür die Mittel ausgegeben und wo Prioritäten gesetzt werden", stellte Handwerker heraus, "deshalb muss gerade Kommunalpolitik transparent und klar definiert sein." Er sei erfreut, dass Holger Baunacher alles daran setzen wolle, bei dem brennendsten Problem mit den Behörden und der Firma Loacker konstruktiv und sachlich zu einer Lösung zu kommen. Weitere Ziele seien die bessere Vermarktung der Standortvorteile der Gemeinde Wonfurt, die Stärkung der Infrastruktur, die Steigerung der Attraktivität für alte und junge Bürger und der Erhalt der Selbstständigkeit. "Dazu wünsche ich Dir viel Geschick im Umgang mit dem Gemeinderat und den Bürgern", sagte der Landrat, der Holger Baunacher auch riet, das Privatleben nicht zu kurz kommen zu lassen und keinen Raubbau mit seiner Gesundheit zu treiben.

Offenheit und Transparenz

"Das Wichtigste für mich sind Offenheit und Transparenz, die ich mit dem Gemeinderat zusammen leben möchte", sagte der vereidigte Bürgermeister. Er werde stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Gemeinderäte und der Bevölkerung haben, versprach er. Dank sprach er sowohl Isolde Schuck als auch Rudolf Weidenbacher aus, die seit dem Rücktritt von Dieter Zehendner die "Arbeit im Rathaus" übernommen hatten.