Die Grünen-Gemeinderäte Anita Amend, Roland Baumann und Julian Bayer wünschten sich dabei einen attraktiv ausgestatteten Skate- und Bewegungspark für Kinder und Jugendliche, auf dem Sportarten wie Inline-Skating, Skate-, Longboard-, BMX- sowie Street-Scooter-Artistik betrieben werden können.

Für Irritation sorgte der Antrag beim SC Trossenfurt-Tretzendorf, denn der Antrag bezeichnete den Tennisplatz des Vereins hinter dem Oberaurachzentrum als bestmöglichen Standort in Gemeindebesitz. Vorsitzender Reinhold Sußmann, dem Bürgermeister Thomas Sechser das Wort in der Sitzung gewährte, zeigte sich außerdem erbost, dass er vor vollendete Tatsachen gestellt wurde.

"Schlag ins Gesicht"

Seinen Worten nach sei das Verhalten der Grünen respektlos und ein Schlag ins Gesicht der Ehrenamtlichen, dass nicht mit dem verein vorher geredet wurde, sondern ein Konzept "hingeknallt" werde. Außerdem werde der Tennisplatz für die Schule und die Damengymnastik gebraucht, und auch als Bolzplatz bei den Jugendlichen sei er sehr beliebt, so Sußmann. Julian Bayer erwiderte daraufhin, dass man nicht gewusst habe, dass der Platz an den SC Trossenfurt-Tretzendorf verpachtet sei: "Wir wollen niemanden etwas wegnehmen. Wir haben nur einen Vorschlag als Diskussionsgrundlage präsentiert."

Viele Gemeinderäte beteiligten sich an der Diskussion und waren der Meinung, dass der Tennisplatz wohl nicht der ideale Standort sei. Dritte Bürgermeisterin Sabine Weinbeer sah außerdem mit einem Standort am Oberaurachzentrum zum Beispiel die Schleichach-Orte und Fatschenbrunn abgeschnitten. Bürgermeister Thomas Sechser erklärte, wenn ein geeigneter Platz vorhanden wäre, würde eine Skater-Anlage schon lange stehen. Diese Angelegenheit wurde in der Vergangenheit schon mehrfach im Gemeinderat behandelt, und man sei immer zu dem Schluss gekommen, keinen idealen Standort zu haben.

Konzept geplant

Der Beschlussvorschlag auf Errichtung des Skate- und Bewegungsparks wurde schließlich verworfen und die kommunalen Jugendbeauftragten der Fraktionen beauftragt, sich mit dem Thema zu befassen. Einstimmig wurde beschlossen, den Bedarf abzufragen und ein Konzept zu erstellen. Außerdem beschloss der Gemeinderat, dass die Gemeinde Oberaurach in das Förderverfahren für Glasfaseranschlüsse und WLAN für öffentliche Schulen, Plankrankenhäuser und Rathäuser (Glasfaser/WLAN-Richtlinie) für das Rathaus einsteigt und im Zuge dessen die weiteren erforderlichen Verfahrensschritte von der Verwaltung eingeleitet werden dürfen.

Auch in das Förderverfahren zum Aufbau von gigabitfähigen Breitbandnetzen im Freistaat Bayern (Bayerische Gigabitrichtlinie) steigt die Gemeinde Oberaurach mit ein. Mit der Gemeinde Rauhenebrach wird eine interkommunale Zusammenarbeit im Rahmen des Förderverfahrens eingegangen.