Das neue Konzept beim Pfarrfest der katholischen Gemeinde St. Laurentius in Ebern hatte Erfolg. Dessen sind sich die Veranstalter sicher. "Wir können zwar noch keine Zahlen nennen, es sind noch nicht alle Abrechnungen gemacht, aber es schaut gut aus" verrät Siglinde Krebs, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates.

Naturgemäß waren nicht alle Besucher vom neuen Konzept begeistert. "Manche hätten lieber alles, wie gewohnt, bezahlt", berichtet Siglinde Krebs weiter. Doch insgesamt ist das neue Konzept, bei dem die wohlhabenderen Gemeindemitglieder durch ihre Spenden die nicht so wohlhabenden mittragen, gut angekommen. Mancher Besucher meinte gar, es wäre Zeit geworden, dass sich in der Gemeinde etwas tue.

Neue Sitten

"Kaum ist ein neuer Pfarrgemeinderat dran, werden neue Sitten eingeführt", war, teils bewundernd, teils kritisch, auch zu vernehmen. Doch dass dies der Gemeinde gut tut, daran zweifelt kaum jemand. "Wenn nicht jetzt wann dann?", könnte man darauf antworten. Denn alles muss einen Anfang haben.

Einzig das Wetter machte einige Kapriolen und sorgte für ordentlich Bewegung im Pfarrfest. Saßen nach der Kirche, zum Mittagessen, noch alle draußen, mussten sie wegen des starken Gewitters schon nach kurzer Zeit nach drinnen wandern. Doch dann klarte es wieder auf, die Besucherzahl nahm zu, das Blasorchester Ebern spielte und so füllte sich am späteren Nachmittag der Hof doch noch ganz gut. Draußen lässt es sich einfach schöner feiern als drinnen.

Und auch die Kinder genossen es, im großen Pfarrgarten toben zu dürfen und das Stockbrot, das die Zeltlager-Mannschaft vorbereitet hatte, war sowieso ein Renner. Auf das Ende des Festes zu ließ sich sogar die Sonne einmal kurz blicken. Und die Stimmung war sowieso gut, schließlich gleicht das Pfarrfest in Ebern zum Teil immer noch einem großen Familientreffen, bei dem auch neue Mitglieder herzlich aufgenommen werden.