Der Blick richtet sich auf die Kreisstadt Haßfurt, auf die ehemalige Kreisstadt Ebern und auf viele andere Kommunen im Landkreis. Wer gewinnt die Bürgermeisterwahlen am 16. März?

Wie auch immer die Wähler entscheiden: Eine Weichenstellung wird die Kommunalwahl in knapp zwei Monaten auf jeden Fall geben. Unsere Zeitung bietet einen Überblick über die Kandidaten in den 26 Kommunen.

Möhring gegen Schwappach

Aidhausen Im zur Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hofheim gehörenden Aidhausen gibt es zwei Bewerber um den Chefposten der Gemeinde: Amtsinhaber Dieter Möhring (Freie Wähler) wird von Ruth Schwappach (CSU) herausgefordert.

Gertrud Bühl ohne Konkurrenz

Breitbrunn Vor sechs Jahren überraschend gegen den amtierenden CSU-Bürgermeister
zur "Chefin" aufgestiegen, bekommt es Gertrud Bühl (Freie Wähler) mit keinem Gegenkandidaten zu tun. Und dies, obwohl bei den Gemeinderatssitzen insgesamt vier Listen um die Wählergunst buhlen.

In Bundorf bleibt alles beim Alten

Bundorf Der amtierende Bürgermeister Hubert Endres (Freie Wähler) will wiedergewählt werden. Dass die Bundorfer ihm diesen Gefallen tun werden, gilt als sicher: Endres ist der einzige Kandidat, der in der zur VG Hofheim gehörenden Gemeinde als Bewerber antritt.

Kommt wieder ein Denninger?

Burgpreppach Der Rathaus-Chef sorgte in der Vergangenheit für Schlagzeilen. Umso spannender auch die Frage, wer die Nachfolge des zurückgetretenen Karlheinz Denninger (Gemeinwohl) antritt? Frühzeitig hat Hermann Niediek (CSU) seine Ansprüche angemeldet. Als Alternative hat die Gemeinwohl-Liste, die sich als einzige nicht an einem überparteilichen Zusammenschluss beteiligte, den Sohn des bisherigen Bürgermeisters, Jörg Denninger, aufgeboten.

Wie vor sechs Jahren

Ebelsbach Amtsinhaber Walter Ziegler (BNL) oder Herausforderer Martin Wasser (CSU)? Diese Alternative haben die Bürger in der Gemeinde Ebelsbach. Es ist genau die gleiche Konstellation wie vor sechs Jahren. Damals behauptete sich der der Freie-Wähler-Mann Ziegler und blieb Erster Bürgermeister.

Hennemanns vierter Anlauf

Ebern Gelingt Jürgen Hennemann beim vierten Anlauf (1996 versuchte er es das erste Mal) der Erfolg? Die Frage stellen sich die Wähler in Kerngemeinde und Stadtteilen seit Monaten. Zuletzt fehlten dem SPD-Kandidaten gegen Amtsinhaber Robert Herrmann (CSU) einmal 222 (2002) und dann 22 (2008) Stimmen. Herrmann darf aus Altersgründen nicht mehr antreten. Er hat eine Wunschkandidatin innerhalb der CSU durchgebracht: Barbara Baumbach, die aus Ebern stammt, aber Jahrzehnte lang in Hessen und Berlin lebte und arbeitete.

Michael Ziegler ist sicher

Eltmann Die Eltmanner haben bei der Bürgermeisterwahl am 16. März nicht die Qual der Wahl. Einziger Kandidat ist der Amtsinhaber Michael Ziegler (CSU). SPD und ÜPL (Freie Wähler) sowie andere Gruppierungen in der Stadt haben keinen Kandidaten aufgestellt.

"Rebellen" haben die Wahl

Ermershausen Keine Parteien im herkömmlichen Sinn, aber doch konkurrierende Gruppierungen gibt es in der einstigen "Rebellengemeinde", in der früher die Wahlbenachrichtungen schon verbrannt oder an Luftballons gen Himmel gejagt worden waren. Erst Wahlverweigerer, dann in großer Zahl in die CSU eingetreten, ist davon nicht mehr viel übrig geblieben. Um die Nachfolge von Bürgermeister Werner Döhler (Bürgerliste) bewerben sich Theo Vey (Bürgerliste) und Günter Pfeiffer (Freie Wähler).

Wer wird Egon Ecks Nachfolger?

Gädheim
In Gädheim tritt Bürgermeister Egon Eck (Christliche Wählergemeinschaft) nicht mehr zu Wahl an. Nachdem die CSU-Ortsverbände Gädheim, Ottendorf und Greßhausen im November vergangenen Jahres Peter Kraus zu ihrem gemeinsamen Kandidaten gekürt hatten, sah es bis vor kurzem so aus, als bliebe Kraus ohne Gegenkandidat. Doch vor wenigen Tagen sorgte die Freie Wählergemeinschaft Gädheim dafür, dass die Wahl spannender wird: Auch Horst Popp bewirbt sich um das Bürgermeisteramt in Gädheim.

Wer beerbt Rudi Eck?

Haßfurt Spannung in der Kreisstadt Haßfurt: Wer wird der Nachfolger von Rudi Eck (parteilos), der nicht mehr kandidiert? Drei Kandidaten treten an: Georg Hiernickel (CSU), der sich überraschend deutlich bei der Nominierung in der eigenen Partei schnell gegen drei Konkurrenten durchgesetzt hat? Oder Stephan Schneider (SPD), der 2008 Eck herausgefordert und ein Achtungsergebnis erzielt hatte? Oder wird Günther Werner (Wählergemeinschaft), der schon in Haßfurt einmal als Zweiter Bürgermeister tätig war, der neue Chef im Rathaus?

Hofheim ist außen vor

Hofheim Wolfgang Borst (CSU) ist sicher auch nach der Kommunalwahl Bürgermeister von Hofheim. In der ehemaligen Kreisstadt wird kein neues Stadtoberhaupt gewählt. Borst ist 2010 in seinem Amt bestätigt worden.

Zweikampf - zweiter Anlauf

Kirchlauter The same procedure as six years before: Zwei Neubrünner streben das Amt als Oberhaupt in der Gemeinde Kirchlauter an. Jochen Steppert (CSU) gegen Karl-Heinz Kandler (SPD) lautet die Konstellation, die schon 2008 für Spannung gesorgt hatte, als es nach Jahrzehnten um die Nachfolge von Peter Kirchner aus Kirchlauter (CSU) ging. Viele Gemeinsamkeiten verbinden Karl-Heinz Kandler und Jochen Steppert (Junggesellen, FC Neubrunn-Vorstandsmitglieder), aber die Stimmenauszählung verspricht Spannung. Bei seinem ersten Anlauf hatte Steppert gerade einmal 36 Stimmen Vorsprung.

Spannung in Knetzgau

Knetzgau Amtsinhaber Stefan Paulus, der 2008 noch bei der CSU war (mittlerweile ist er ausgetreten), aber als Kandidat für die SPD und die Christliche Wählergemeinschaft den Chefsessel im Knetzgauer Rathaus eroberte, hat zwei Herausforderer. Die CSU hat Michael Melber als Bürgermeister-Kandidat nominiert. Für die Wählergruppierung FDP/Freie Bürger soll Bernhard Jilke als Chef ins Rathaus in Knetzgau einziehen.

Stubenrauch gegen Beck

Königsberg Erich Stubenrauch (Freie Wähler) bekommt es mit einem Herausforderer zu tun. Uwe Beck (CSU) möchte dem Amtsinhaber den Chefsessel im Rathaus streitig machen. Das alles überlagernde Thema in Königsberg ist die sehr schwierige Haushaltslage der Stadt.

Landrats-/ Bürgermeistersuche

Maroldsweisach Eines ist sicher: Wilhelm Schneider (CSU) bleibt kein Bürgermeister der Marktgemeinde. Er strebt nach höheren Weihen, will Landrat werden. Deshalb haben sich er und seine Partei frühzeitig auf einen Nachfolger festgelegt: Harald Deringer. In der einstigen SPD-Hochburg war aber mit einem Gegenkandidaten zu rechnen, der auch rasch gefunden wurde. Mit Wolfram Thein tritt denn auch ein SPD-Vertreter an, der zumindest vom Familiennamen her für kommunalpolitische Erfahrung steht und das Rathaus in "Maro" für die SPD zurückerobern möchte.

Dreikampf in Oberaurach

Oberaurach Wie vor sechs Jahren: Erneut treten Thomas Sechser (CSU), Sabine Weinbeer (Freie Wähler) und Thomas Karg (SPD) gegeneinander an. Damals waren alle drei Kandidaten neu, nachdem sich Siegmund Kerker entschlossen hatte, den Chefposten im Tretzendorfer Rathaus zu räumen. Thomas Sechser gewann 2008 und will jetzt sein Amt gegen die gleichen Konkurrenten behaupten.

Zweifacher Zweikampf

Pfarrweisach Ein neues Gesicht, alte Probleme: Diese Losung steht über dem Wahlkampf im Weisachgrund, wo nur noch zwei Gruppierungen antreten: Ein Zusammenschluss von CSU, kommunalunabhängiger Liste (KUL) und Freier Wählergemeinschaft gegen die Unabhängige Liste Bürgerblock (ULB). Die CSU schickt Markus Oppelt ins Rennen, der sich parteiintern gegen Ralf Nowak durchgesetzt hatte. Das hat Nowak dazu bewogen, einen neuerlichen Vorstoß über den Bürgerblock zu unternehmen, wie es schon der amtierende Bürgermeister Hermann Martin getan hatte, nachdem er von "seinen" CSU-Gefolgsleuten ausgebootet worden war. Eine pikante und auch spannende Konstellation in Pfarrweisach.

Neuer kommt in Rauhenebrach

Rauhenebrach In der Steigerwald-Gemeinde Rauhenebrach wird es auf jeden Fall einen neuen Bürgermeister geben. Amtsinhaber Oskar Ebert (FW), der 1990 erstmals zum Gemeindeoberhaupt bestimmt worden war, tritt nicht mehr an. Um seine Nachfolge bemühen sich Alexander Leicht (CSU) sowie Matthias Bäuerlein (Freie Wähler) und Klaus Markfelder (Wählergemeinschaft Koppenwind).

Plötzlich zwei Widersacher

Rentweinsdorf "Ohne Gegenkandidat macht es keinen Spaß." So hatte Willi Sendelbeck (SPD) bei der Wahl vor sechs Jahren getönt, als er im Solodurchgang fast 82 Prozent der Stimmen auf sich vereinigte. Den lockeren Spruch hatte er in den Folgejahren immer wieder auf den Lippen. Jetzt bekommt er es nach 20 Jahren als Oberhaupt der Marktgemeinde sogar mit zwei Gegenkandidaten zu tun. Für die CSU geht Armin Schätzlein ins Rennen. Die Überparteiliche Wählergemeinschaft (ÜWG) bietet mit Kurt Weißheimer weitere Konkurrenz für Sendelbeck auf. Weißheimer bekam bei der letzten Marktgemeinderatswahl mit Abstand die meisten Stimmen, und die ÜWG kam auf die meisten Sitze im Gemeinderat, wurde aber bei der Vergabe der Stellvertreter-Posten für das Bürgermeisteramt ausgeblockt.

Wer folgt auf Birgit Bayer?

Riedbach In der Gemeinde Riedbach tritt die amtierende Bürgermeisterin Birgit Bayer nicht mehr an. Sie will am 16. März Landrätin für die Freien Wähler im Kreis Haßberge werden. Ihre Partei hat für die Riedbacher Bürgermeisterwahl keinen Kandidaten gefunden. Dafür gibt es aber zwei andere Bewerber: Die CSU schickt Bernd Fischer ins Rennen. Und Daniela Ankenbauer von der Mechenrieder Ortsliste will Oberhaupt der Gemeinde werden.

Was macht Bernhard Ruß?

Sand In Sand wird kein neuer Bürgermeister gewählt. Bernhard Ruß (SPD) ist erst 2011 bestätigt worden. Sollte Ruß, der als Landratskandidat antritt, an die Spitze des Landkreises berufen werden und damit von Sand nach Haßfurt wechseln, dann dürfte in naher Zukunft eine Bürgermeisterwahl stattfinden.

Hartlieb gegen zwei Konkurrenten

Stettfeld Behauptet sich Alfons Hartlieb (CSU) gegen seine beiden Herausforderer? Gleich zwei Bewerber haben in Stettfeld den Hut in den Ring geworfen und treten gegen den Amtsinhaber an. Nicole Meyer (SPD) möchte neue Bürgermeisterin in der Gemeinde werden, das gleiche Ziel verfolgt Johann Müller von der Dorfgemeinschaft.

Theres macht Pause

Theres Matthias Schneider (CSU), der 2011 erstmals zum Bürgermeister von Theres berufen worden ist, bleibt im Amt. In Theres findet die Bürgermeisterwahl erst wieder 2017 statt.

Helmut Dietz wird's sicher wieder

Untermerzbach Mit viel Lob wurde die Arbeit des amtierenden Bürgermeisters Helmut Dietz (SPD) in seiner ersten Amtsperiode auch bei den Nominierungsversammlungen der anderen politischen Lager (CSU und Freie Wähler) bedacht. Deswegen soll er so weitermachen, finden also nicht nur seine SPD-Anhänger. Dietz ist der einziger Kandidat.

Wonfurt hat erst gewählt

Wonfurt Die Bürger in Wonfurt können sich entspannt zurücklehnen. In der Gemeinde findet keine Bürgermeisterwahl statt. Holger Baunacher (parteilos, aber von der CSU nominiert) wurde 2013 als Nachfolger von Dieter Zehendner (CSU), der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war, an die Spitze der Kommune berufen. Seine Amtszeit dauert bis 2020.

Stadelmann ohne Konkurrenz

Zeil Thomas Stadelmann (SPD) bleibt gelassen. Er ist der einzige Kandidat bei der Kommunalwahl am 16. März. Die anderen Parteien und Wählergruppen haben keine eigenen Bewerber nominiert. Stadelmann war erstmals 2010 als Bürgermeister gewählt worden. Er löste den damaligen Amtsinhaber Christoph Winkler (ÜZL) im Rathaus ab.