Durchwegs positiv eingestellt zeigte sich der Thereser Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend gegenüber dem Vorhaben, einen Ruheforst im Wald des Grafen von Beust, Bereich Stöckach, zu schaffen.

"Der Ruheforst soll als eine Ergänzung zu den örtlichen Friedhöfen gesehen werden und ist für Menschen, die sich eine Bestattung im Wald wünschen gedacht", sagte der Forstdirektor und Geschäftsführer der Ruheforst-Deutschland-Gesellschaft, Jost Arnold, als er dem Thereser Gremium einen Überblick über die geplante Maßnahme gab. Der Waldfriedhof soll auf etwa drei Hektar Fläche neben der Straße zwischen Obertheres und dem Gemeindeteil Buch entstehen - mit der Option auf Erweiterung. Ein Plus ist für Arnold die sehr gute Verkehrsanbindung und Nähe zu Schweinfurt und Bamberg. Dies mache den Ruheforst in der Region Mainfranken attraktiv.

Graf Heinrich zu Ortenburg, der den Ruheforst "Coburger Land" bei Weitramsdorf-Tambach betreibt und in Theres quasi eine Filiale errichten will, beschrieb die geplante behutsame Umgestaltung. Das Waldstück soll Autostellplätze, eine Andachtsstätte mit einem Kreuz sowie einige Ruhebänke in dem Areal erhalten. Auf die Gemeinde kämen keine Kosten zu, sie müsste jedoch als öffentlicher Träger Friedhofssatzung sowie Bebauungsplan erlassen.

Skeptisch ist Pastoralreferent Günter Schmitt. Er befürchtet, das die ortsansässigen Seelsorger Beerdigungsaufgaben für Fremde wahrnehmen müssen. Joachim Türke (SPD) meinte, dass die Gemeinde andere Kommunen, in denen ein Ruheforst besteht, nach ihren Erfahrungen befragen solle. Dem Vorschlag folgte der Gemeinderat; geplant ist auch eine Besichtigung des Ruheforstes bei Tambach.