Seit rund zwei Wochen ist der Umzug der Verwaltungsgemeinschaft Theres zurück vom Übergangsdomizil in Dampfach abgeschlossen. Grund genug für die Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Theres, sich vor Ort einen Eindruck von den neu gestalteten Räumlichkeiten zu verschaffen.

Bürgermeister und Gemeinschaftsvorsitzender Matthias Schneider führte das Gremium durch das Verwaltungsgebäude, das nun modernste und helle Arbeitsplätze bietet, die mit viel Glas gestaltet sind. Direkt im Erdgeschoss befindet sich das Bürgerbüro, die zentrale Anlaufstelle für alle Anliegen der Einwohner. Für Anfang August ist eine kleine Feier geplant, bei der die Räume gesegnet werden.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde die Geschäftsordnung für die Gemeinschaftsversammlung für die Wahlperiode 2020 bis 2026 beschlossen. Die Betragsgrenze, bis zu der der Gemeinschaftsvorsitzende im Einzelfall notwendige Aufträge vergeben kann, wurde hierbei von 5000 auf 7500 Euro erhöht.

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Dem Beschluss über die Satzung, die die Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeiten in der Gemeinschaftsversammlung regelt, ging eine rege Diskussion voraus. Die drei Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden hatten zusammen mit dem Geschäftsleiter und dem Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft im Vorfeld einen Vorschlag erarbeitet.

Entschädigung wird angepasst

Dieser sieht vor, dass der Vorsitzende in der neuen Wahlperiode eine Entschädigung von 90 Cent je Einwohner erhält. Das entspricht einem Betrag von 449,62 Euro monatlich. Ab 1. Januar erfolgt eine Anpassung auf einen Euro je Einwohner. Der Stellvertreter des Gemeinschaftsvorsitzenden erhält monatlich pauschal 100 Euro. Ebenso ist eine Dynamisierung in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst vorgesehen.

Bürgermeister Matthias Schneider betonte, dass seit rund 20 Jahren keine Anpassung der Entschädigungen mehr stattgefunden habe und diese nun der Realität angepasst werden. Man liege dabei noch im unteren Bereich, denn andere vergleichbare Verwaltungsgemeinschaften haben für den Vorsitzenden eine Entschädigung bis zu 600 Euro monatlich in ihren Statuten stehen.

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Gremiumsmitglied Uwe Stühler fragte, warum die Erhöhung auf einen Euro zum Jahreswechsel stattfinden solle. Nach Aussage des Bürgermeisters sei ein Euro je Einwohner ein üblicher Betrag. Um den Sprung von der bisherigen Vergütung nicht zu groß ausfallen zu lassen, einigte man sich auf eine stufenweise Anhebung.

Verantwortung für Mitarbeiter übernehmen

Mit Blick auf die freie Wirtschaft vertrat Alexander Schäflein die Auffassung, dass eine Erhöhung generell nicht vermittelbar sei, und plädierte daher für die Beibehaltung der alten Entschädigung von 210 Euro monatlich, die bereits seit Anfang des Jahrtausends gelte. Bürgermeister Peter Kraus hob jedoch die Personalverantwortung des Vorsitzenden hervor, der für die rund 20 Mitarbeiter verantwortlich ist: "Dies sollte schon angemessen honoriert werden." Mit einem relativ knappen Ergebnis von sechs zu vier Stimmen wurde die neue Entschädigungssatzung schließlich angenommen.