Rund 8500 Mädchen und Jungen sind in der Diözese Würzburg in diesem Jahr als Sternsinger unterwegs, viele davon auch in den Städten und Gemeinden des Landkreises Haßberge. Rund 600 Mädchen und Jungen haben an der diözesanen Aussendungsfeier der Sternsinger in Würzburg teilgenommen. Im Kiliansdom sandte Bischof Dr. Friedhelm Hofmann die Sternsinger bei einem Gottesdienst aus. "Den Segen, den ihr hier bekommt, nehmt ihr mit und tragt ihn in die Häuser. Das ist mit Gold nicht aufzuwiegen", sagte er zu den Sternsingern.
Die diesjährige 58. Aktion Dreikönigssingen steht laut einer Mitteilung des Bischöflichen Ordinariats Würzburg unter dem Leitwort "Segen bringen - Segen sein. Respekt für dich, für mich, für andere - in Bolivien und weltweit!".


Schlimme Armut in Bolivien

"So viele bunt angezogene Könige haben wir selten im Dom", begrüßte Bischof Hofmann die Sternsinger und ihre Begleiter. In seiner Predigt erinnerte er an die Reise von Papst Franziskus nach Südamerika im vergangenen Jahr. Dabei habe der Papst auch Bolivien besucht und dort große Armut festgestellt. "Kinder müssen nach der Schule arbeiten", sagte Bischof Hofmann. Manche könnten gar nicht in die Schule gehen. Neben der Kinderarbeit sei die Unterdrückung von Kindern ein großes Problem.

Bischof Hofmann nannte als Beispiel die Kindersoldaten in Afrika, die aus ihren Familien gerissen und in den Krieg gezwungen würden. "Diese Kinder sind in ihrer Seele zutiefst verwundet." Doch es gebe Projekte, um diesen Kindern eine Zukunft zu geben. Die Sternsinger würden durch ihr Sammeln dabei helfen, etwas an der Situation vor Ort zu ändern, sagte Bischof Hofmann. "Ihr macht genau das, was der Papst sich wünscht: Ihr sprecht durch euer Zeugnis für die Gleichheit aller Menschen. Euer Tun hat eine ganz große Wirkung, auch auf das Denken der Menschen."

Er dankte allen Sternsingern und schloss auch ihre Begleiter in den Dank ein. "Wir dürfen uns über euer großes Engagement sehr freuen. Ich bin sicher, dass Gott auf euch schaut und sagt: Wie gut, dass es die Sternsinger gibt."


Respekt für alle Menschen

Eine Gruppe von Sternsingern trug im Gottesdienst Gedanken zum Thema Respekt vor. "Eigentlich soll man vor jedem Menschen Respekt haben", stellten sie fest. Respekt vor dem anderen zeige man beispielsweise dadurch, dass man freundlich sei, nicht streite und versuche, zu helfen. Am Ende der Feier brachten Sternsinger symbolisch Kreide und Weihrauch zum Altar und ließen sie vom Bischof segnen.
Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet unter www.sternsinger.de. pow