Der Wasserschaden ist erheblich, meldet die Polizei in Ebern, die von "sinnloser Zerstörungswut" spricht.

Der Täter, nach dem die Beamten nun ermitteln, machte sich den Angaben zufolge bereits in der Nacht zum Freitag im Kellergeschoss des noch im Rohbau befindlichen und unversperrten Erweiterungsgebäudes des sozialpsychiatrischen Zentrums zu schaffen.

Beim Arbeitsantritt am Freitag gegen 6.15 Uhr fanden Bauarbeiter im Keller einen spritzenden Wasserschlauch vor. Diesen Schlauch hatten sie beim Verlassen der Baustelle noch in einem Kellerraum gelagert gehabt.

Der unbekannte Eindringling muss den Schlauch von der Hauptleitung im Hausanschlussraum in den Kellerflur gelegt und das Wasser voll aufgedreht haben. Zusätzlich wurde der Schlauch noch aufgeschlitzt, vermutlich um möglichst großen Schaden zu verursachen.


Bei Eintreffen der Bauarbeiter stand das Kellergeschoss mehrere Zentimeter unter Wasser, auch der Schacht der Hebeanlage war komplett voll gelaufen. Das Wasser lief zudem in den ein paar Zentimeter tiefer liegenden Heizungsraum und unter die Styropordämmung des Estrichs. Dieser und teilweise auch der schon weitgehend getrocknete, frische Putz der Wände wurden durchfeuchtet. Der Keller musste ausgepumpt werden und der Estrich muss nun aufwändig mittels Kernbohrungen und Heißluft getrocknet werden.

Der Schaden durch Arbeitsausfall sowie zusätzlichen entstandene Kosten (Strom, Material) beträgt mindestens 8000 Euro, melden die Beamten.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Inspektion Ebern unter der Rufnummer 09531/9240 entgegen.