Dank ihres tollen Abschneidens wurde Annalena Fischer (18) als eine von fünf Entlassschülern zur Hochbegabtenprüfung im Würzburger Wirsberg-Gymnasium zugelassen und hat - wiederum als einzige - bestanden.
Annalena Fischer wurde am Freitag ebenso wie alle anderen Abiturienten am Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt verabschiedet.
Die junge Prappacherin kann stolz auf ihre Erfolge sein. Und sie weiß, was sie kann. "Ich war schon immer sehr gut", räumt die junge Frau ohne jegliche Überheblichkeit ein, das notwendige Talent für außergewöhnliche schulische Leistungen zu haben.

Super-Gedächtnis


Und nicht nur im Gymnasium glänzte Annalena Fischer, sondern auch außerhalb. Bei der deutschen Gedächtnis-Meisterschaft im vergangenen September auf der "Experimenta" in Heilbronn gewann die damals 17-Jährige als jüngste Teilnehmerin und wurde deutsche Frauenmeisterin. "Es ist mir schon immer leicht gefallen, mir Zahlen, Daten, Namen, Wörter, Gesichter oder andere Dinge einzuprägen."
Ihren Titel möchte sie im Juli verteidigen. Im Herbst will die Abiturientin dann ihr Studium beginnen: Lehramt - Mathematik und Physik für Gymnasien.

98 Prozent haben bestanden


135 junge Damen und Herren waren zum Abitur in Haßfurt angetreten. 98 Prozent - besser als der bayernweite Schnitt von 96,3 Prozent - haben bestanden und sind "ins Ziel gekommen", wie Max Bauer formulierte. Mit dem Aushändigen der Reifezeugnisse verabschiedete sie der Oberstudiendirektor und Schulleiter bei der Feierstunde im "Silberfisch", wie das Ganztagesbetreuungsgebäude genannt wird.
Von einem "außerordentlich guten Ergebnis" sprach Bauer angesichts des Gesamtnotendurchschnitts von 2,3 - nahezu derselbe wie bei der G8-Premiere 2011. Damit ist das Regiomontanus-Gymnasium etwas besser als der Durchschnitt im Freistaat mit 2,33. Insgesamt erreichten 32 Absolventen eine Eins vor dem Komma.

Hohe Belastung


Da es "leider immer noch" nicht gelöste Probleme gebe, zog der Schulleiter ein durchwachsenes Fazit des G8 (Gymnasium mit acht statt wie zuvor neun Jahren). Als eines von mehreren Beispielen nannte er die hohe Belastung in der Oberstufe - vor allem für die Schüler, aber auch für das Lehrerkollegium. Das G8-Abitur habe "für unsere Arbeit Vor- und Nachteile", betont der 57-Jährige.
Positiv bewertet Bauer die Tatsache, nur noch drei schriftliche Prüfungen an drei Tagen durchziehen zu können. Auf der anderen Seite müssten allerdings zwei Kolloquien bewältigt werden, die an den Nachmittagen wieder 270 Stunden in Anspruch nahmen. Laut Bauer ein "gewaltiger Aufwand. Aber nicht wir, sondern die Schüler stehen im Mittelpunkt." Insgesamt gebe es bezüglich des G8 noch Handlungsbedarf, mahnte er.

Preise für die Besten


Bei der Verabschiedung der Abiturienten am Haßfurter Gymnasium sind zahlreiche Preise vergeben worden. Der Preis des Elternbeirates und Theodora-Hirt-Preise für die beste Gesamtleistung gingen an Annalena Fischer (Prappach - Notendurchschnitt 1,0), Eva Grümpel (Haßfurt - 1,1, Haßfurt), Theresa Hauck (Donnersdorf - 1,2) und Carina Schneider (Haßfurt - 1,1).
Den Regiomontanuspreis für die beste Prüfungsarbeit im Leistungskurs Mathematik erhielt Eva Grümpel.
den Preis des Herrenhofbunds für die beste Leistung im sprachlichen, literarischen und künstlerischen Aufgabenfeld: Carina Schneider und Kai Zimmermann (Unterschwappach).
Preis des Herrenhofbunds für die beste Leistung im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich: Frederik Sauer (Zeil).
Preis des Herrenhofbunds für die beste Leistung im naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeld: Annalena Fischer und Benjamin Gerschütz (aus Ottendorf).
Preis des Herrenhofbunds (die Vereinigung der "Ehemaligen") für die beste Leistung für Verdienste um die Schulgemeinschaft (sozialer Bereich): Sose Baghumyan (Ebelsbach).
Preis der Buchhandlung Glückstein für die beste Prüfungsleistung im Fach Deutsch: Franziska Rieger und Johannes Straßner (beide Haßfurt).
Preis der Sparkasse Ostunterfranken für die beste Prüfungsleistung im Fach Wirtschaft: Ludwig Wolf (Haßfurt).
Flavius-Josephus-Preis, gestiftet von Antje Deusel für die beste Leistung in Latein: Albin Zehe (Haßfurt).