Als ein "Bild des Jammers" bezeichnete Richter Roland Wiltschka den Zustand einer 16-jährigen Mischlingshündin, die im September des vergangenen Jahres bei dem Besuch eines Tierarztes eingeschläfert werden musste. Am Amtsgericht in Haßfurt ging es um ein Vergehen nach dem Tierschutzgesetz. Beschuldigte war eine 56-jährige Frau aus einer Gemeinde im Steigerwald, die die Hündin über ein dreiviertel Jahr hinweg hat "dahinvegetieren" lassen, wie es Wiltschka ausdrückte.

Dafür bekam die Hartz-IV-Empfängerin eine Geldstrafe in Höhe von 400 Euro aufgebrummt. Sie kam damit besser weg, als es vor der Verhandlung der Fall war: Gegen einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft in Höhe von 800 Euro hatte sie Einspruch eingelegt.

Richter Wiltschka zeigte im Gerichtssaal Bilder von der schwerkranken und verwahrlosten Hündin, was im Zuschauerraum für ein Raunen sorgte: Die große Hündin war ziemlich