"Wir wollten witzig spielen und Spaß am Grooven haben", erklärte Evert Jan Fraterman die Gründung seiner Band "The Fratermen" im Jahr 1990. "Weil wir aber nicht nur unsere eigenen instrumentalen und eher melancholischen Stücke spielen wollten, haben wir uns den Sänger Uwe Gaasch geholt und mit ihm 2005 die CD ‚Der Sinn des Nebels‘ aufgenommen", sagte er. "Mit Uwe Gaasch mache ich schon seit 30 Jahren Musik, unter anderem bei ‚Revolver‘ und ‚Far out‘. Wir liegen auf einer Wellenlänge und können gut miteinander spielen", erklärte der Bandleader, der mit dem Gitarristen Thomas Langer und dem Bassisten Norbert Schöpa zwei weitere exzellente Musiker an seiner Seite hat. "Uns ist es wichtig, Songs zu interpretieren, die wir früher vielleicht nicht so geschätzt haben, in denen wir aber heute etwas Tolles erkennen und dieses herausarbeiten."

Uwe Gaasch bestätigte: "Wir interpretieren die Musik nicht nur ganz anders, wir geben uns auch auf der Bühne noch gegenseitig viel Freiraum zum Improvisieren. So klingt jeder Song auf der Bühne einzigartig. Dass uns dabei manchmal der Gaul durchgeht, hat auch seine positiven Seiten."

Weil alle vier Musiker über eine lange Bühnenerfahrung verfügen, sich untereinander gut verstehen und die Freiheit zur Improvisation und zum mehr oder weniger freien Zusammenspiel geben, mal eine Prise Jazz, Soul oder Rock hinzufügen, entstehen sehr außergewöhnliche Klangerlebnisse, ja fast eine neue Musik, auf sehr hohem Niveau. Denn die drei Instrumentalisten zeichnen sich neben ihrer Musikalität, die sie beim Komponieren, Arrangieren und Spielen beweisen, auch durch eine beeindruckende Virtuosität aus.


Reaktionen der Zuhörer

"Ich finde die Band total gut", sagte Thomas Wagner aus Ebern, der wie die meisten der Zuhörer an diesem Abend Uwe Gaasch schon lange kennt. "Heute Abend habe ich viele alte Songs auf eine ganz neue Art gehört. Das hat mir gut gefallen. Das Überraschende ist, dass ich manchmal eine Zeitlang brauchte, um ein Lied zu erkennen."

Weil Thomas Wagner nicht auf eine Musikrichtung festgelegt ist, konnte er das Konzert richtig genießen. "Es sind vier ausgezeichnete Musiker, die ihr Metier beherrschen und perfekt spielen. Sie haben heute schöne Arrangements vorgestellt, die mir bisher völlig unbekannt waren", schwärmte er.

Georg Moritz aus Haßfurt hingegen fand die Musik "gewöhnungsbedürftig". "Ich hatte eigentlich erwartet, dass sie näher am Original spielen", gab er an. Auch Sabine Jäger aus Wonfurt sagte der Musikstil weniger zu. Dennoch lobte sie die Musiker: "Die Instrumentalisten sind total geil!"

Maria Zettelmeier aus Sand, die zur Musik von "The Fratermen" tanzte, war "total begeistert". "Ich finde die Musiker sehr gut, weil sie die Lieder so toll interpretiert haben", sagte sie. "Der Gitarrist war einfach super, und der Schlagzeuger hat ganz außergewöhnlich gespielt."