Der könnte flach angelegt werden und keine direkte Verbindung zum See aufweisen, meint er. "Der Barfußpfad ist bereits da, und dort könnte ein Bereich entstehen, an dem sich Jung und Alt treffen", erläuterte Hartlieb die Idee.

Grundsätzlich waren seine Ratskollegen dem Vorhaben gegenüber nicht abgeneigt. Über die Planung war man sich jedoch uneins. Gemeinderat Johann Müller schlug vor, Guntram Ulsamer, den Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege, ins Boot zu holen. Dem stimmte Gemeinderat Siegfried Wilhelm zu: "Lasst doch erst einmal das Landratsamt machen, und wenn uns der Plan nicht gefällt, können wir immer noch Geld dafür ausgeben", verdeutlichte er seinen Standpunkt. Dem schloss sich der Rat an. Die Gemeinde wird deshalb Ulsamer um Ideen und ein Konzept bitten.

Noch einmal Wasser, allerdings unerwünschtes: Wichtig ist den Räten der Hochwasserschutz. Das Unwetter an Pfingsten hatte auch Stettfeld getroffen und Hochwasser verursacht.

Bürgermeister Alfons Hartlieb hatte deshalb am 16. Juni einen Termin mit dem Wasserwirtschaftsamt. Hier wurde ihm mitgeteilt, dass für die Erarbeitung eines professionellen Konzepts Fördermittel in Höhe von 75 Prozent bereitgestellt werden. Für Stettfeld gibt es bereits eine Gewässerentwicklungsprognose, die allerdings nur den Sendel- und den Mühlbach beinhaltet. Gräben, die unter einer gewissen Durchflussmenge liegen, werden nicht erfasst. "Da ist zum Beispiel weder der Wald noch das Gebiet an der Klinge mit dabei", erklärte Hartlieb.

"Bevor Angebote eingeholt werden, sollten wir erst einmal darüber nachdenken, was gemacht werden soll", schlug Gemeinderat Adrian Pflaum vor. "Es geht jetzt generell erst einmal darum, ob wir das wollen oder nicht", verdeutlichte Hartlieb. Hier waren sich alle Fraktionen einig. "Da geht kein Weg dran vorbei", brachte es Gemeinderat Gerald Simon auf den Punkt. Die Ausschreibung für die Planung des Hochwasserschutzes wurde einstimmig beschlossen.

Einige weitere Punkte behandelte der Gemeinderat. Für das geplante Baugebiet an der "Bamberger Straße" musste die zweite Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen werden. Das bedeutet, dass nun auch die Träger der öffentlichen Hand ihre Anmerkungen dazu einreichen können. Bürgermeister Hartlieb teilte mit, dass sich bereits weitere Interessenten für die Bauplätze gefunden haben. "Zum heutigen Stand der Dinge sind die Bauplätze alle weg", freute er sich.

Der digitale Behördenfunk, der flächendeckend in Bayern bei Sicherheitsorganen wie Polizei und Feuerwehr eingeführt wird, schlägt sich bei den Kommunen in Form von Kosten nieder. Hartlieb informierte, dass im Landkreis ein Pilotprojekt geplant werde. Konkret ist Geld für den Einbau der neuen Funkgeräte bei der Feuerwehr erforderlich. Zwar werden die neuen Funkgeräte mit 80 Prozent vom Staat gefördert, an den Einbaukosten von 1200 Euro pro Gerät bleibt die Gemeinde aber hängen. Für die drei Einsatzfahrzeuge der Gemeinde immerhin 3600 Euro.

Für Kopfschütteln im Gemeinderat sorgte der Hinweis, dass zehn Handfunkgeräte nötig sein sollen. Bisher hat die Stettfelder Wehr drei Funkgeräte im Einsatz. Alles in allem lägen die Kosten abzüglich der Förderung bei 6500 Euro, erfuhr der Rat.

Die Entscheidung, wie viele Geräte bestellt werden, muss bis Ende Juli mitgeteilt werden. "Das war alles sehr kurzfristig, und deshalb konnte es nicht mehr auf die Tagesordnung", erklärte Bürgermeister Hartlieb. Gerade diese Kurzfristigkeit stieß einigen Räten sauer auf. "Kaum ein Gemeinderat hat Ende Juli oder im August noch Sitzung; sowas gehört nicht unterstützt", brachte Gemeinderat Johann Müller vor. Sein Kollege Adrian Pflaum fand deutlichere Worte: "Das ist Erpressung!"

Da bei einem Abstimmungsergebnis von acht zu drei Stimmen die notwendige Einstimmigkeit für das Nachsetzen des Punkts nicht gegeben war, trifft sich der Rat in gut zwei Wochen erneut, um das Thema zu beraten. cz