Vielen, vor allem der älteren Generation, ist Downhill kein Begriff. Der 13-jährige David Rubenbauer kennt sich jedoch mit diesem Sport bestens aus. Der Bub aus Rügheim ist mit seinem "Specialized Demo 8", so nennt sich sein Fahrrad, täglich unterwegs, um Sprünge, Scrubs, Stoppis oder andere Fahrtechniken im unwegsamen Gelände zu trainieren.

In extremem Gelände

Anders als zum Beispiel beim Mountainbiken geht es beim Downhillbiken in extremem Gelände nur steil bergab, mit Hindernissen von meterhohen Sprungschanzen, Baumwurzeln oder Steilkurven. Bei diesem Sport muss alles perfekt passen. Die Körperspannung, die Absprunggeschwindigkeit sowie das Timing, nach einem Sprung wieder gefahrlos landen zu können. Man muss in der Luft entscheiden ob man sein Bike zu einem Scrub zur Seite legt, es nach unten drückt oder es einfach nach oben zieht.

Hohe Konzentration ist sehr wichtig, damit der Biker unten wieder heil ankommt. Aber das ist nicht alles, erzählt David Rubenbauer. Die Ausrüstung für diesen Sport ist nicht ganz billig. So sind zum Beispiel bei einem Cup ein Helm, Rückenpanzer, Nackenschutz, Handschuhe, und Knieschoner Pflicht. Allein ein Fahrrad für Neueinsteiger kostet ab gut 2000 Euro aufwärts. Damit David sich diesen Sport leisten konnte, musste er lange sparen und auch seine Mutter steuerte einiges dazu bei.

Riskante Manöver liebt er

Der junge Sportler spielte sehr lange beim TV Haßfurt Fußball, bis er vor zwei Jahren über einen Freund zum Biken kam. Er fand Gefallen an den riskanten Manövern und ging schnell ans Limit des Machbaren. Extremsport, das klingt nicht nur gefährlich, sondern ist es auch, aber nur, meint David, wenn man nicht weiß, was man tut. Wenn man seine "Maschine", wie David sein Fahrrad nennt, nicht beherrscht. Täglich zwei Stunden Training braucht er schon, alleine, um die Muskulatur aufrecht zu erhalten.

David erzählt, dass es in der Gegend schwer ist, "richtig" üben zu können, denn in Deutschland ist es gesetzlich geregelt, wo gefahren werden darf und wo nicht. Das macht das Ganze für David nicht gerade einfach. Dabei wird in diesem Sport sogar eine Europa- und Weltmeisterschaft ausgefahren. Eigens gebaut und zugelassen ist eine Downhillstrecke in Goßmansdorf. Selbstredend hat David in den vergangenen Jahren auch schon den Dirtpark in Weisbrunn ausgetestet; die fast 30 Kilometer dorthin (und zurück) ist er auch schon mit dem Fahrrad gefahren. Wenn ihn Mama nicht fahren konnte. Mittlerweile trainiert David auch viel in der Rhön. Bei einer seiner Trainingsfahrten wurde ein erfolgreicher Downhillfahrer auf David aufmerksam und bot ihm an, mit ihm zu trainieren.

Mal schauen, was noch geht

Mittlerweile kennt David einige Downhillgrößen und steht in regen Kontakt mit ihnen. Von David wird man in diesem Sport wohl noch hören. Seinen Ehrgeiz und sein Talent spürt man. David meint, Downhill, dafür sind nur diejenigen geeignet, die mutig genug und bereit sind, hochkonzentriert Körper und Bike zu verschmelzen. Auf der Facebook-Fanseite "Downhill for live" gibt es Bilder und Informationen zu David und seinen Lieblingssport.