Robert Ehrhardt, Inhaber der Tattoostube in der Eberner Kapellenstraße, hat einen ganzen Tag lang nur für den guten Zweck tätowiert. Den gesamten Ertrag aus dieser Arbeit führt er einem wohltätigen Zweck zu. Der städtische Kindergarten "Regenbogen" ist Nutznießer dieser Idee.

Seit zwei Jahren hat das Tattoo -Studio geöffnet und die Geschäfte laufen gut. Laut Ehrhardt ist er bis Januar 2015 ausgebucht, denn viele Mitmenschen lassen sich den Körper mit Kunstwerken aus seiner Hand verschönern. Die Wohltätigkeitsveranstaltung hatte ein Eberner Kunden angeregt, weil im städtischen Kindergarten einige zusätzliche Spiele angeschafft werden sollen.


1000 Euro kamen zusammen


Aufgrund der großen Nachfrage - 90 Stammkunden hatten sich zu der Benefizveranstaltung gemeldet - musste das Los entscheiden, wer überhaupt zum Tätowieren drankommt. Der Kunde mit der weitesten Anreise kam aus Berlin. Alle Interessenten haben ihren Namen in einer Lostrommel deponiert. Kinder zogen die Lose. Alle
Teilnehmer wollten Gutes tun und weil es um Kinder ging, war die Spendenbereitschaft groß. Am Ende kamen zugunsten des Kindergartens 900 Euro zusammen, die Studioinhaber Robert Ehrhardt, auf 1000 Euro aufgestockt hat.

Groß war die Freude bei allen Mitarbeitern des Kindergartens, als sie von dieser Aktion erfuhren,
denn so einen warmen Geldregen kann man bei der Kinderbetreuung immer brauchen. Der Leiter des
Kindergartens "Regenbogen", Stefan Reinwand, nahm den Geldumschlag stellvertretend für den
Förderverein des Kindergartens hocherfreut entgegen, und übergab eine Bilder-Collage, welche die Kinder angefertigt hatten.

Als Verwendungszweck für das Geld nannte Reinwald ein Projekt, das ihm schon
länger am Herzen liegt: Der Bauwagen im Garten des Kindergartens, kann endlich renoviert
werden. Aus Sicherheitsgründen und wegen Baufälligkeit, durften die Kinder den Bauwagen schon
seit längerer Zeit nicht mehr betreten. Darüber hinaus gibt es noch weitere Wünsche, wie
zum Beispiel die Anschaffung von Bastelmaterial und das eine oder andere Spiel. Das Geld wird
aber auf alle Fälle sinnvoll angelegt, versprach Reinwand.
von Franz Spitaler