Fragt man Berufstätige nach Beweggründen, warum sie Sport treiben, werden häufig Antworten wie Stressabbau, körperlicher Ausgleich, Fitnesstraining, Gesundheitsvorsorge oder auch Freizeitvergnügen genannt. Die sportlich aktiven Mitarbeiter des Landratsamtes Haßberge in Haßfurt bilden hier keine Ausnahme. Einige haben sich dem Laufsport verschrieben und nehmen laut einem Bericht der Behörde in der Kreisstadt gemeinsam am Weltkulturerbe-Lauf am Sonntag, 30. April, in Bamberg teil.

Christoph Schramm, der Leiter des Jugendamtes, läuft gerne nach Feierabend. Beim Laufen schätzt er besonders, dass man "seine Gedanken schweifen lassen kann und wieder geerdet wird".


Vom Lauffieber angesteckt

Seit knapp einem Jahr ist Markus Deißler (Amt für Soziales) läuferisch aktiv. "Mein Schwager hat mich mit dem Lauffieber angesteckt", erzählt der Haßfurter. Ein- bis zweimal in der Woche schnürt er seine Laufschuhe, um fit zu bleiben. "Laufen ist ein toller Ausgleich zum Bürojob."

Auch der Kreisjugendring-Geschäftsführer Frank Kupfer Mauder gehört zu den Mitarbeitern, die regelmäßig laufen. Zusätzlich zum Fußballtraining dreht er seit einem halben Jahr zwei- bis dreimal in der Woche seine Runden. "Beim Laufen kann man super entspannen. Ich höre dabei Musik und genieße die schöne Natur."


Vom Fußballer zum Läufer

Landrat Wilhelm Schneider, selbst begeisterter Sportler und Läufer, ist stolz auf seine sportlichen Kollegen. "Bewegung tut gut und fördert die Gesundheit", weiß der 58-Jährige aus Erfahrung. Zudem sei der Laufsport ein wunderschönes Hobby, das sich im Landkreis Haßberge geradezu anbiete. "Unser Landkreis ist ein Paradies für Läufer, Jogger und Nordic Walker", ist der Landrat überzeugt. Nicht umsonst habe man mit dem "Laufparadies Haßberge-Maintal-Steigerwald" ein einzigartiges Gemeinschaftsprojekt von Landkreis und Gemeinden umgesetzt, das die Region laufend erlebbar macht. 68 ausgewählte und beschilderte Laufstrecken führen auf insgesamt 845 Kilometern durch 25 Städte und Gemeinden des Landkreises Haßberge. "In unserer Heimat bieten sich also ideale Trainingsmöglichkeiten", so Schneider.

Die Liebe zum Laufsport hat Landrat Wilhelm Schneider entdeckt, nachdem er die Fußballschuhe an den Nagel gehängt hatte. Das war vor über 20 Jahren. "Leider fehlt mir oft die Zeit, aber so oft wie möglich laufe ich. Das Schöne dabei ist, man kriegt den Kopf frei und obendrein ist die Bewegung an der frischen Luft gesund." Seine größten sportlichen Erlebnisse waren bisher die Teilnahme am Dubai-Marathon und der Staffelmarathon zur deutschen Einheit vor 15 Jahren im nahen Bad Rodach.


Die Daumen drücken!

Wenn die Mannschaft des Landratsamtes Haßberge dann am 30. April beim Weltkulturerbe-Lauf in Bamberg startet, will sie gleichzeitig Werbung für den Landkreis Haßberge machen, denn auf der Rückseite der neongrünen T-Shirts prangt groß das Logo des Laufparadieses Haßberge-Maintal-Steigerwald, während die Brust das Landkreis-Wappen ziert. So weiß jeder gleich, woher die Truppe kommt. Die Kollegen der Kreisverwaltung drücken der Wettkampftruppe die Daumen.