Nach dem absolut gelungenen Auftakt in die neue Zweiliga-Saison mit einem 8:0 gegen Auma hat der SKK Gut Holz am zweiten Spieltag gegen den nächsten Aufsteiger sofort nachgelegt und den nächsten 8:0-Erfolg eingefahren. Zum ersten Auswärtsspiel reisten die Unterfranken zum KC Rothenbergen in den Main-Kinzig-Kreis. Besonders durch den spektakulären Transfer des serbischen Mannschaftsweltmeisters Daniel Tepsa geriet der hessische Aufsteiger in den Fokus.

Doch direkt zu Beginn sollte dem Aufsteiger ein kleiner, aber folgenschwerer Fehler unterlaufen. Die Hessen schickten Daniel Tepsa gegen Silvan Meinunger und Nico Günther gegen Marcus Werner auf die Anlage. In der vor der Partie gemeldeten Aufstellung benannte der KC allerdings Günther als Meinungers und Tepsa als Werners Gegner. Aus diesem Grund wurden die Ergebnisse von Tepsa und Günther den Regularien entsprechend gestrichen und mit 0 gewertet, weshalb Zeil nach dem Startdurchgang bereits uneinholbar in Front lag und allen klar war, dass ein einziger Duellsieg die Entscheidung zugunsten des SKK Gut Holz bringen würde.

Dennoch soll nicht unerwähnt bleiben, dass Meinunger gegen Tepsa eine konzentrierte Leistung ablieferte und diesen mit 3:1 Sätzen und 593:592 Kegeln besiegen konnte. Werner schien der plötzliche Gegnertausch etwas aus dem Konzept gebracht zu haben, weshalb er bei mageren 541 Kegeln hängen blieb.

Marco Endres und Bastian Hopp hatten damit ein komfortables Polster von 1134 Kegeln und ein 2:0 nach Punkten. Gegen Stevan Vujakovic und Kevin Protzmann wollte die Mittelachse alles klar machen. Allen voran Bastian Hopp, der wie in der Vorwoche der beste Spieler der Partie werden sollte, dominierte seine Gegner nach Belieben. Er landete den Tagesbestwert von 617 Kegeln, womit das gegnerische Gespann mit 509 Kegeln mehr als blass aussah. Deutlich mehr Gegenwehr bekam Endres, der mit 605 Kegeln ebenfalls die 600er Marke knackte. Vujakovic (575) musste nach 1:3 Sätzen den Mannschaftspunkt überlassen.

Für Kapitän Olaf Pfaller (gegen Stefan Stehle) und Patrick Löhr (gegen Florian Schulz) ging es nur noch darum, die Höhe des Auswärtssieges zu definieren. Pfaller machte mit dem zweiten Neuzugang der Hessen kurzen Prozess und fertigte diesen mit 3:1 Sätzen und 591:521 Kegeln ab. Bei Löhr schien nach einem 0:2 und 278:304 Kegeln der Mannschaftspunkt so gut wie verloren. Doch nach dem gewonnen dritten Satz (149:141) ließ Löhr 172 Kegel folgen und gewann nach 2:2 Sätzen durch das bessere Gesamtergebnis von 599:592 Kegeln auch den letzten Mannschaftspunkt.

Das Gesamtergebnis sprach durch die Streichungen bei den Hausherren bei 2197:3546 Kegeln eine mehr als deutliche Sprache für Zeil. Doch auch bei Wertung der beiden Ergebnisse des KC im Startdrittel wären die Zeiler als klarer Sieger von der Bahn gegangen. Am kommenden Wochenende empfangen die Zeiler mit dem Erstligaabsteiger SKC Nibelungen Lorsch den ebenfalls noch ungeschlagenen Topfavoriten auf den Titel. Dann sind nach jetzigem Stand auch wieder Zuschauer im Zeiler Hexenkessel zugelassen.