Für den FC Sand gab es in der Bayernliga Nord die zweite Niederlage in Folge nach der Corona-Pause. Im Derby gegen den FC Eintracht Bamberg verlor das Team von Trainer Matthias Strätz im heimischen Seestadion deutlich. Während der Aufsteiger aus Bamberg dem Klassenerhalt immer näher kommt, rückt dieser für Sand in weite Ferne. Zwar beträgt der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz nur zwei Punkte, doch mit 24 ausgetragenen Spielen haben die Sander die meisten Partien absolviert. Aktuell würden die Korbmacher in die Relegation gehen.

Bayernliga Nord

FC Sand - FC Eintracht Bamberg 0:3

Die Sander gestalteten die Partie nur in der ersten halben Stunde und phasenweise nach der Pause ausgeglichen. Die Bamberger waren spielerisch das deutlich bessere Team. Schon vor Anpfiff mussten die Sander zwei Hiobsbotschaften verkraften. Beim Warmmachen stellte sich heraus, dass Max Schebak und Sebastian Wagner aus der Startelf gestrichen werden müssen. Danny Schlereth fehlte ohnehin.

Das Derby verlief zunächst ausgeglichen, ernstzunehmende Torchancen gab es keine. Nach und nach entwickelte sich aber eine Derby-Atmosphäre auf dem Platz. Die Bamberger agierten bissig in den Zweikämpfen und steckten nicht zurück. So setzte Eintracht-Stürmer Tobias Ulbricht ein Zeichen, in dem er Dominik Rippstein zu Boden rammte. Für die Aktion gab es Gelb, hätte aber auch mit Rot geahndet werden können. Immerhin konnte Rippstein weiterspielen.

Bamberger nutzen Elfmeter souverän

Nach einer halben Stunde wurden die Domreiter stärker. Ihr spielerischen Mittel setzten sich mehr und mehr durch. Unnötig war aber die Aktion, die zur Gästeführung führen sollte. Ulbricht stand mit dem Rücken zum Tor, aber Maximilian Zang attackierte ihn dennoch und der ehemalige Regionalliga-Stürmer Ulbricht ging zu Boden. Schiedsrichter Andreas Dinger zeigte auf den Punkt. Ein Elfmeter aus der Kategorie "kann man geben, muss man aber nicht". Bambergs Kapitän Lukas Schmittschmitt (40.) nutzte die Möglichkeit vom Punkt sicher zur 1:0-Pausenführung.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit drückten die Sander ordentlich aufs Tempo. Der Ausgleich gelang jedoch nicht. Es fehlte wie schon im ersten Durchgang die Genauigkeit im Passspiel, so dass die Bamberger immer wieder leicht in Ballbesitz kamen. Nach einem weiteren Abspielfehler der Sander ging Schmittschmitt auf dem linken Flügel los, Ralph Thomann konnte ihn nicht entscheidend stören. Die scharfe Hereingabe drückte der am langen Pfosten einlaufende Robin Renner (49.) aus kurzer Distanz über die Linie.

Sand steckt nicht auf

Aufgeben kam für die Strätz-Elf nach dem 0:2 nicht in Frage, doch die Mittel das Blatt zu wenden, waren an diesem Tag begrenzt. Der eingewechselte André Lörzer war ein Lichtblick, er schaffte es immer wieder einmal, im Gästestrafraum für Unruhe zu sorgen. Gegen spielerisch starke Bamberger war das aber zu wenig. Die Domreiter steuerten konzentriert dem ersten Sieg nach der Corona-Pause entgegen. Keine Zweifel gab es mehr, als Renner (71.) in Abstaubermanier das 3:0 erzielte. FCE-Trainer Michael Hutzler nutzte die verbleibende Spielzeit, um kräftig durchzuwechseln. An der Bamberger Überlegenheit änderte sich nichts. Einzig gefährlich wurde es in der 87. Minute, als Kevin Steinmann geflankt und Lörzer geköpft hatte. Aber auch diese Möglichkeit konnte der fehlerfreie Bamberger Keeper Fabian Dellermann entschärfen.

Die Trainerstimmen

Matthias Strätz (Trainer FC Sand): "Wir haben uns taktisch schlecht verhalten, haben nicht Fußball gespielt, hatten nur wenige Torchancen und hatten zu viel Respekt. Einige scheinen noch nicht begriffen zu haben, wie Abstiegskampf geht. Dass wir drei wichtige Leute ersetzen mussten, lasse ich als Ausrede nicht gelten. Wir hatten ja elf Mann auf dem Platz."

Michael Hutzler (Trainer FC Eintracht Bamberg): "Am verdienten Sieg gibt es nichts zu rütteln. Wir wussten, dass Sand über den Kampf kommt und den haben wir angenommen. Spielerisch hatten wir Vorteile, die zum Tragen gekommen sind. Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir extrem griffig. Ich bin mit der Leistung eines jeden Spielers sehr zufrieden."

Statistik des Spiels

FC Sand: Markus Geier - Maximilian Zang (84. Luca Zeiß), Kevin Steinmann, Johannes Bechmann, André Karmann, Ralph Thomann (84. Sebastian Albert), Dominik Rippstein (60. Thomas Durst), Christopher Gonnert (60. André Lörzer), Kevin Moser, Shaban Rugovaj, Thorsten Schlereth.

FC Eintracht Bamberg: Fabian Dellermann - Moritz Kaube, Felix Popp, Tobias Linz (75. Armend Elshani), Simon Kollmer (88. Lukas Hofmann), Marc Reischmann, Lukas Schmittschmitt (82. Gabriel Jessen), Robin Renner, Timo Strohmer, Tobias Ulbricht, Vlad Saprykin (88. Steffen Müller).

Schiedsrichter: Andreas Dinger (Bischofsgrün) / Zuschauer: 200 / Tore: 0:1 Lukas Schmittschmitt (40./Foulelfmeter), 0:2, 0:3 Robin Renner (49., 71.).