Den ganzen Vormittag hatte es in Kulmbach immer wieder leicht geregnet, und es war teilweise reine Glückssache, ob die Teilnehmer den Parcours im Regen bewältigen mussten oder nicht. Gleich blieb in den Altersklassen AK1 und AK2 jedoch, dass die zu befahrende Strecke nass war. Erst in der AK3 trocknete der Platz langsam ab, was die Chancengleichheit für die Piloten vernichtete. Selbst als es in den Altersklassen AK4 und AK5 durchgehend sonnig und der Parcours fast gänzlich abgetrocknet war, wurden keine Reifen gewechselt. Der Veranstalter wies bereits vor dem Start der AK1 darauf hin, dass den ganzen Tag mit Regenreifen gefahren wird. Die "Kart-Teufel" des MSC Knetzgau trainieren die ganze Saison über bei jedem Wetter, allerdings mit den entsprechenden Reifen. Einen trockenen Parcours mit Regenreifen zu befahren, wäre hier niemandem in den Sinn gekommen.
Gefahren wurden ein Trainingslauf und drei Wertungsläufe, von denen der schlechteste gestrichen wurde. Da der Parcours überwiegend mit Vollgas zu befahren war, kam es darauf an, in den großen Aufgaben und bei der "Wende" den richtigen Bremspunkt zu treffen. Tagesziel der Teilnehmer war, unter die ersten drei der jeweiligen Altersklasse zu kommen, um sich dadurch für den Bundes-Endlauf des ADAC im Oktober in Bergen zu qualifizieren.

Im dritten Lauf nervenstark


Das erste Ticket für den MSC Knetzgau sicherte sich Patrick Hofmann in der AK1. Er legte mit einem ersten fehlerfreien Wertungslauf in 34,80 Sekunden ordentlich vor. Beim zweiten Durchgang brachte er eine Pylone zu Fall, behielt aber die Nerven. Er platzierte sich mit einem fehlerfreien dritten Wertungslauf (35,02) auf Rang drei. Weniger Glück hatte der unterfränkische Vizemeister Niklas Depner. Er schaffte nur einen fehlerfreien Wertungslauf und wurde Fünfter. Maximilian Thüring startet in diesem Jahr zum ersten Mal in der AK2 und verbesserte sein Vorjahresergebnis um einen Platz. In der Saison 2011 erhielt er sein Ticket zum ADAC-Bundes-Endlauf für Rang drei, während er in dieser Saison nordbayerischer ADAC-Vizemeister wurde.
Bastian Düring gelang es in der AK3 nicht, komplett fehlerfrei zu bleiben. Aber selbst wenn er diesen einen Pylonenfehler nicht gehabt hätte, wäre er nur auf dem undankbaren vierten Platz gelandet. Er wurde Zehnter und erhielt noch einen Pokal. In der AK4 glänzte Tobias Lehmann zwar mit drei fehlerfreien Wertungsläufen, landete mit einer Gesamtfahrzeit von 57,96 jedoch trotzdem nur auf Platz fünf.

Eine Pylone ist im Weg


Die Hoffnung lastete nun auf seinem jüngeren Bruder Philipp Lehmann. Er ging als letzter Starter seiner Altersklasse auf die Piste. Mit zwei fehlerfreien Wertungsläufen im Rücken gab er im dritten noch einmal alles, ehe sich eine Pylone hinter dem rechten Vorderreifen verkeilte und erst im Halteraum wieder entfernt werden konnte. So war an Renntempo nicht mehr zu denken. Aber ein Abbruch kam nicht in Frage. Er beendete seinen letzten Wertungslauf unter Applaus der Zuschauer mit einer Zeit von 35,73 Sekunden und insgesamt sechs Pylonenfehlern. Robin Frey vertrat den MSC Knetzgau in der Altersklasse 5. Hier kämpfen gleich drei Jahrgänge um Punkte und Titel. Frey war mit seinen 16 Jahren einer der jüngsten Starter im Feld und bewies sein Können durch drei fehlerfreie Wertungsläufe. Dennoch landete er mit seiner Gesamtfahrzeit von 58,87 Sekunden nur auf Rang 13. Insgesamt haben sich sieben Unterfranken für den Bundesendlauf in Bergen qualifiziert, davon sind zwei vom MSC Knetzgau. Als bester Verein ging der MSC Röthenbach mit vier qualifizierten Piloten hervor.

Die Ergebnisse im Überblick


Nachstehend die Ergebnisse der Knetzgauer Fahrer unter den 20 Startern in jeder Altersklasse. Altersklasse (AK) 1: 3. Patrick Hofmann (69,82 Sekunden / 0 Pylonenfehler), 5. Niklas Depner (71,51/1), AK2: 2. Maximilian Thüring (65,62/0), AK3: 10. Bastian Düring (61,37/0), AK4: 5. Tobias Lehmann (57,96/0), 11. Philipp Lehmann (58,29/0), AK5: 13. Robin Frey (58,87/0)