Der Auswärtskampf der Judo-Damen der SG Eltmann in der 2. Liga in Weimar stand schon von Beginn an unter keinem guten Stern. Nach einigen Absagen im Vorfeld war schnell klar, dass die Unterfranken ihre Erwartungen würden zurückschrauben müssen. Immerhin waren im Kader alle Klassen besetzt. Neben den heimstarken Weimarerinnen war das Team aus Bad Homburg, aktuell souveräner Tabellenführer in der 2. Liga, der zweite Gegner der Eltmannerinnen.

Zunächst aber gestaltete sich die Anreise schon einmal schwierig. Knapp die Hälfte des Teams reiste privat mit dem PKW an, während die andere Hälfte von Würzburg über Eltmann und Bamberg im Bus fuhr. Doch dieser hatte eine Panne, was zu erheblicher Verzögerung führte.
Deshalb kamen die Sportlerinnen erst kurz vor Ende der Wiegezeit in Weimar an und hatten so kaum Gelegenheit, die lange Anreise aus den Knochen zu schütteln und sich vernünftig auf ihre Auftaktbegegnung vorzubereiten. 1:5 hieß demnach das Ergebnis nach dem Kampf gegen den Tabellenführer. Einzig Katharina Walesch, die Leichtgewichtlerin der SG, gerade rechtzeitig aus den Flitterwochen zurückgekehrt, punktete in ihrer Begegnung.

Verena Buchloh in der Klasse bis 52 Kilo steuerte gegen die deutsche Meisterin in ihrer Klasse mit einer bärenstarken Leistung noch ein Unentschieden bei. Alle anderen Kämpfe gingen zu Gunsten der Hessen aus.

Dass dies noch das bessere Ergebnis an diesem Tag für Eltmann sein würde, daran dachte in diesem Moment niemand im Team der SGE. Die körperlich haushoch überlegenen Gastgeberinnen vom PSV Weimar überrollten jedoch das Eltmanner Team förmlich und fegten es mit 0:7 von der Matte. Damit stand die höchste Niederlage der SG in ihrer fünfjährigen Zugehörigkeit zur 2. Liga fest. Das muss jetzt erst einmal verarbeitet werden, ehe es am 25. Juni bereits zu nächsten Auswärtskampf nach Chemnitz geht. Dort trifft das Eltmanner Team auf den Tabellenzweiten aus Altenfurt und die ebenfalls heimstarken Chemnitzer Damen. Hier gilt es für die SG dann, ein anderes Gesicht zu zeigen.