Mit zwei klaren 3:0-Erfolgen in Friedrichshafen und Mimmenhausen eroberten die Heitec Volleys Mitte Februar die Tabellenspitze der zweiten Volleyballliga Süd. Jetzt wollen die Unterfranken die Führung bis zum Ende der Saison nicht mehr abgeben. Im Kampf um die Meisterschaft stehen die Unterfranken am Samstag ab 19.30 Uhr vor einer relativ lösbaren Aufgabe. In der Eltmanner Georg-Schäfer-Sporthalle gastiert der Tabellenvorletzte, das Rote Rudel Fellbach.

Heitec Volleys - Rotes Rudel Fellbach

Die Schwaben kommen mit nur vier Siegen in 19 Partien als krasser Außenseiter nach Eltmann. Nach der jüngsten 1:3-Heimniederlage gegen Karlsruhe klagte Alexandra Berger, Trainerassistentin des selbst auf dem Volleyball-Feld agierenden Chefchoaches Thiago Welter: "Wir haben von Mitte des zweiten Satzes an ohne Biss gespielt. Wo waren die Emotionen, wo war der Wille?"

Gleichwohl warnt Marco Donat, Cheftrainer der Heitec Volleys, davor, das Rote Rudel abzuschreiben und zu unterschätzen: "Wir dürfen sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die haben nichts mehr zu verlieren, können unbeschwert aufspielen. Gegen den Tabellenführer ist jedes Team besonders motiviert."

Das Hinspiel in der Region Stuttgart hatten die Eltmanner zwar mit 3:0 gewonnen. Doch die Sätze verliefen alle eng und die Unterfranken mussten mehr zittern, als ihnen lieb war.

Seine erste Bewährungsprobe meisterte damals der Youngster Maxi Bibrack, der auch zum wertvollsten Spieler gewählt wurde. Als vermeintliche Schwachstelle wurden zahlreiche Bälle auf ihn geschlagen. Aber der 19-jährige gebürtige Regensburger hielt dem enormen Druck stand und erhielt sogar ein Sonderlob von Marco Donat: "Respekt und hohe Anerkennung, wie sich Maxi aus der Affäre zog. Er schwamm sich im Stahlbad frei. Damit empfahl er sich auch für zukünftige Aufgaben." Nach dem Abschied von Gary House schlüpft Bibrack künftig in die Rolle des US-Boys.

Ob Marco Donat auch im Rückspiel die Rotationsmaschine anwerfen und seinem Nachwuchs eine Chance geben wird, ist noch nicht sicher: "Bei mir gibt es keine Freifahrtscheine. Jeder muss sich seinen Einsatz durch engagierte Leistungen im Training erst verdienen. Aber das wissen die Jungs." Bereits beim 3:0-Sieg in Friedrichshafen durfte die zweite Garde ran und enttäuschte nicht.

Noch fünf Begegnungen stehen bis zum Saisonende auf dem Terminplan. Deshalb lautet die Devise von Cheftrainer Marco Donat im Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Verfolger TSV Grafing: "Niederlagen und sogar Satzverluste sind verboten. Jeder kleine Ausrutscher kann in der Endabrechnung entscheidend sein. Wir wollen Meister werden und müssen seriös und hochkonzentriert auftreten. Noch ist keine Zeit für Experimente!"

Heitec Volleys Eltmann: Couchman, Engel, Peta, Richter, Kolbe, Schmitt, Krüger, Kellermann, Werner, Stoyanov, Wacek, Bibrack, Strobel