"Natürlich wollen wir die Chance im ersten Anlauf nutzen", bekräftigt Trainer Frank Genßler eine Woche nach der 5:7-Niederlage im Hinspiel. "Die Jungs wollen alles dafür tun, dass wir mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen." Ein 2:0- oder 3:1- oder 6:4-Sieg würde nicht reichen, denn anders als im Europapokal hat es keine Bedeutung, wer mehr Auswärtstore erzielt. Sollten die Haßfurter Puckjäger nach der Schlusssirene einen Zwei-Tore-Vorsprung haben, gibt es sofort eine zehnminütige Verlängerung mit der "Golden Goal"-Regel: Wer zuerst einnetzt, hat die Partie gewonnen und ist Bayernligaaufsteiger.

Trainer Genßler setzt auch auf die Fans

Dass ein erfolgreiches Abschneiden eine schwere Aufgabe wird, ist Genßler bewusst. "Natürlich haben die Schongauer nach ihrem Heimsieg einen kleinen Vorteil.
Aber ich baue auf unsere Heimstärke und vor allem auf unsere Fans", hofft er auf ein volles Haßfurter Eisstadion. Der Vorverkauf lässt darauf hoffen, dass so viele Zuschauer wie schon lange nicht mehr die Mannschaft live und lautstark vor Ort unterstützen.

"Ich bin überzeugt, dass die Jungs dann noch ein Stücken mehr motiviert sind", misst Frank Genßler dem "sechsten Spieler" eine große Bedeutung zu. Er weiß, dass die "Mammuts" mit ihrem Trainer Robert Kienle "nicht nach Haßfurt fahren, um sich ein paar schöne Stunden zu machen. Natürlich haben sie nach dem ersten Erfolg gegen uns Blut geleckt und wollen nun den Sack zumachen."

Nur nicht wieder überrollen lassen

Für ihn ist deshalb wichtig, dass ESC-Kapitän Rafael Popek und Co. "von Anfang an voll konzentriert bei der Sache" sind und sich nicht, wie vor einer Woche, anfangs überrollen lassen. "Ich wünsche mir einfach, dass wir den Spieß diesmal umdrehen können", baut der Trainer auf einen "unbändigen Willen meiner Mannschaft."

Die personellen Voraussetzungen für das "wichtigste Spiel des Jahres" sind gut. Bis auf Patrick Märkl (Urlaub) stehen alle Mann für das Duell gegen die Oberbayern bereit. "Wenn uns unsere Zuschauer von Anfang an unterstützen, bin ich deshalb sehr optimistisch. Ich glaube an meine Mannschaft und, was ganz wichtig ist, sie glaubt selbst an sich."

Regen oder Mitterteich

Sollten die "Hawks" nach 60 Spielminuten doch das Nachsehen haben, bekommen sie eine zweite Chance auf den Aufstieg. Dann finden am kommenden Wochenende zwei Duelle um den dritten Aufstiegsplatz mit dem Verlierer des zweiten Halbfinales zwischen den Ligakonkurrenten Mitterteich und Regen statt. Die Mitterteicher haben das Hinspiel mit 9:3 für sich entschieden. Bei einem Sieg der "Hawks" wären also höchstwahrscheinlich im Finale die "Stiftland Dragons" der Gegner, wobei Haßfurt am Freitag, 15. März, Heimrecht hätte. "Das würden wir uns natürlich wünschen", macht Genßler deutlich. Da der Vorverkauf auf zahlreiche Zuschauer schließen lässt, öffnet die Abendkasse bereits um 18.30 Uhr.