Am Samstagabend (20 Uhr) absolviert der ESC das am 9. Dezember krankheitsbedingt abgesagte Unterfranken-Derby in Bad Kissingen (5./20:12) sowie am Sonntagabend (18 Uhr) das am 30. Oktober abgebrochene Spiel beim ESC Regen (11./8:16) . Die brisante Partie bei den "Wölfen" hat für alle Beteiligten verständlicherweise Priorität. Trotz der Pflichtsiege der letzten Wochen stehen die Haßfurter Puckjäger spätestens seit der Niederlage bei den Höchstadter "Alligators" im Kampf um Platz zwei mit dem Rücken zur Wand. Beim Erzrivalen in Bad Kissingen heißt es deshalb: Verlieren verboten!

Gastgeber Bad Kissingen will Revanche


Kapitän Rafael Popek, für den das Thema Aufstieg derzeit keines ist, spekuliert nicht mit möglichen Patzern von Moosburg und Höchstadt. "Wir müssen nur auf uns selber schauen", betont der 33-Jährige und ergänzt: "Fakt ist, dass wir wieder ein ganz schweres Spiel vor der Brust haben." Schließlich haben die "Wölfe" außer gegen die "Übermannschaft" EV Moosburg (3:15) in den letzten zehn Begegnungen nicht mehr verloren und dabei sieben Siege eingefahren. Der holprige Auftakt ist somit längst vergessen. Inzwischen hat die Mannschaft, die nach dem Rücktritt von Falk Ozellis von Verteidiger Marc Hemmerich trainiert wird, nur fünf Pluspunkte weniger auf dem Guthabenkonto als die "Hawks". Bei einem weiteren Erfolg würden die Hausherren den Abstand weiter verkürzen. Doch die Ex-Haßfurter in Reihen der Bad Kissinger, David Franek, Marco Hildenbrand und Marcel Schorr, sowie ihre Teamkollegen wollen nicht nur deshalb gewinnen. Sie wollen in erster Linie Revanche für die knappe 5:6-Niederlage im Hinspiel Ende Oktober.

Wechselnde Heimbilanz


Allerdings ist die Heimbilanz des Aufsteigers wechselhaft. Während die "Wölfe" gegen die beiden Topfavoriten Höchstadter EC und EV Moosburg verloren, haben sie ihre Auftritte gegen Waldkirchen (4:1), Vilshofen und Selb 1b (jeweils 5:1) sowie Pegnitz (9:4) jeweils deutlich gewonnen. Gegen Dingolfing kamen sie mit einem blauen Auge davon, denn nach 13 Minuten lagen sie bereits mit 0:4 im Rückstand. Dank einer gelungenen Aufholjagd erkämpfte sich der Aufsteiger am Ende noch einen Punkt, denn der dreifache Torschütze Jens Freund erzielte vier Minuten vor der Schlusssirene noch den Ausgleich zum 4:4-Endstand. Seinen Einstand gab damals der bereits bundesligaerfahrene Stürmer Kevin Tausend (21), der vom Bayernligisten ESV Königsbrunn an die Saale wechselte und ebenfalls traf.
"Wir sind leider personell wieder beziehungsweise immer noch dezimiert", bedauert der Haßfurter Trainer Sergej Waßmiller in erster Linie den Ausfall des gesperrten Petr Macek. Auch die erhofften Comebacks von Hannes Körber und Eugen Nold dürften wohl nicht stattfinden. Waßmiller ist sicher, dass die Bad Kissinger alles für ihre Revanche gegen Haßfurt geben werden. "Trotzdem fahren wir nach Bad Kissingen, um zu gewinnen. Fertig." Waßmiller verspricht, von Anfang an dagegenzuhalten. "Wir müssen einfach versuchen, sie aus dem Konzept zu bringen und unser Spiel zu spielen. Das wird schon klappen." Er sieht seine Mannschaft nach den intensiven Eindrücken im Training gut gerüstet für die Begegnung. Zu guter Letzt hofft er auf die lautstarke Unterstützung zahlreicher ESC-Anhänger. "Das gibt uns nochmals einen gewaltigen Schub, und es macht natürlich auch mehr Spaß. In Höchstadt war es überragend."

Die Regener sind nicht zu unterschätzen


Die lange Fahrt in den bayerischen Wald zum ESC Regen sowie vor allem die Partie gegen die "Red Dragons" wird tags darauf ebenso kein Zuckerschlecken. Zwar haben diese bereits sieben von bislang zwölf Partien verloren, darunter auch drei zweistellige Heimniederlagen gegen Dingolfing, Bad Kissingen und Moosburg mit jeweils zehn Gegentreffern. Deshalb nehmen sie in der Heimtabelle lediglich Platz 13 ein. Doch dass der Aufsteiger keineswegs zu unterschätzen ist, beweisen die hohen Auswärtssiege in Dingolfing (8:1) und in Freising (10:5). Und beim Spielabbruch Ende Oktober führten die "Hawks" lediglich mit 1:0. Zudem haben sich die von Emil Rankl trainierten "Waidler" mit dem ehemaligen Bundesligaspieler Oliver Föst (unter anderem Straubing und Heilbronn) verstärkt, der zuletzt in der Landesligamannschaft des EHC Straubing aktiv war.