Die 18 Klubs der Fußball-Bayernliga Nord haben die dritte Spielzeit nach der Ligareform im Verbandsspielbereich 2012 hinter sich gebracht. 34 Spieltage mit 306 Spielen sind über die Bühne gegangen. Diese zweithöchste bayerische Spielklasse, in der sechs Mannschaften aus Unterfranken, fünf aus Oberfranken, vier aus der Oberpfalz und drei aus Mittelfranken gespielt haben, war eine vom Leistungsvermögen sehr zerrissene Spielklasse. Überlegener Meister wurde der SV Viktoria Aschaffenburg, der damit die Direkt-Rückkehr in die Regionalliga Bayern schaffte. In der Relegation setzte sich der Vizemeister FC Amberg gegen die Regionalligisten SV Heimstetten und VfR Garching durch und steigt erstmals in die Regionalliga Bayern auf.

Es gab mit dem SV Memmelsdorf nur einen Direktabsteiger. Aber in der sehr umstrittenen Relegation - der Modus kommt bei den Klubs nicht an - stiegen mit der DJK Ammerthal, der SpVgg Ansbach, dem FSV Erlangen-Bruck und dem TSV Neudrossenfeld alle vier Releganten in der ersten Runde ab - alle gegen die Landesliga-Vizemeister aus. Dies bedeutet, dass fast ein Drittel der Liga absteigt. Aber auch in der Gruppe Süd stiegen alle drei Relegations-Klubs ab.

Überlegen spielte Aschaffenburg: Die Viktoria gewann alle zwölf Spiele in diesem Jahr, blieb dadurch 16 Mal in Serie ungeschlagen. Am anderen Ende der Tabelle stand der SV Memmelsdorf bis auf den ersten Spieltag konsequent mit Abstand am Schluss des Klassements.

4 Spieler haben keine einzige Minute bei ihrem Verein gefehlt. Dauerbrenner waren Oliver Gorgiev (Amberg), Rüdiger Beck (Forchheim), Heiko Kandler (Ansbach) und Daniel Krüger (Memmelsdorf). 15 weitere Kicker haben ebenfalls alle 34 Partien absolviert.

513 Spieler wurden in dieser Saison in den 306 Spielen eingesetzt. 602 Akteure standen auf den Spielberichtsbögen.

25 Trainer standen an der Seitenlinie. Nur drei Klubs haben ihre Coaches ausgetauscht, die dafür aber mehrfach. Wechsel gab es in Ammerthal, Ansbach und Memmelsdorf. Bei der DJK Ammerthal wurde Markus Mühling für Andreas Speer in der Anfangsphase installiert. Zuvor stand für eine Partie Willibald Haller in der Verantwortung. Mühling musste aber nach drei Spielen in diesem Jahr auch gehen. Es kehrte der frühere Coach Robert Ziegler zurück, der aber den Abstieg auch nicht vermeiden konnte. In Ansbach hörte Aufstiegstrainer Fredi Skurka auf, sein Nachfolger wurde Andreas Heid, der mit den Westmittelfranken ebenfalls absteigen musste. Für ein Spiel coachte im Herbst Thomas Maier die Ansbacher. Beim SV Memmelsdorf wurde Hans-Jürgen Heidenreich der Stuhl vor die Tür gestellt. Thomas Schulz stand bis zur Winterpause in der Verantwortung. Rolf Lamprecht übernahm 2015 das Zepter, der aber auch den Direktabstieg nicht abwenden konnte.

935 Tore wurden erzielt, was einen Schnitt von knapp 3,06 Treffern pro Partie bedeutet (Vorjahr 3,09). Torschützenkönig wurde Florian Pieper vom Meister Aschaffenburg mit 25 Toren. Christian Breunig (Haibach) folgt mit 24 Treffern knapp dahinter. Björn Schnitzer (22, Aschaffenburg), Christoph Hegenbart (17, Weiden), Daniele Toch (17, Aschaffenburg), Tobias Herzner (16, Eltersdorf), Bastian Herzner (15, Ansbach) und Thomas Roas (15, Forchheim) folgen.

69 Elfmeter wurden verhängt, von denen 14 verschossen wurden. Christoph Hasselmeier von der SpVgg Ansbach hat alle fünf Elfer für sein Team verwandelt und ist bester Schütze der Liga vom Punkt. Thomas Schneider aus Weiden traf vier Mal. Je drei Einschüsse aus elf Metern können Tobias Herzner (Eltersdorf), Christoph Hegenbart (Weiden) und Manuel Leicht (Großbardorf) für sich verbuchen. Zweimal vom Punkt scheiterten Christoph Rützel (Aubstadt), Michael Plänitz (Amberg) und Christian Schraps aus Hof, der sich seine beiden Fehlschüsse gegen den Würzburger FV in Hin- und Rückspiel leistete. Die meisten Elfmeter bekam Forchheim zugesprochen, nutzte aber nur fünf von acht. Weiden verwandelte alle sieben. Fünf von sechs Strafstößen brachte der Würzburger FV im Netz unter. Die drei Teams aus Erlenbach, Haibach und Aschaffenburg, also alle drei aus dem Nordwest-Zipfel des Freistaates Bayern, erhielten alle nur eine Gelegenheit vom Punkt und nutzten diese.

104 659 Zuschauer kamen in die 18 Stadien, ein Schnitt von 342 Besuchern pro Partie (Vorjahr 351, ein leichter Rückgang). In der Bayernliga Süd lag der Schnitt bei 283 Besuchern pro Match, also deutlich niedriger. Zuschauerkrösus im Norden ist der SV Viktoria Aschaffenburg mit einem Schnitt von 765 Interessierten. Es folgen Amberg (542), Bayern Hof (494), Weiden (466), Haibach (420), Erlenbach (411), Ammerthal (400), Würzburg (355), Großbardorf (319), Ansbach (313), Forchheim (301), Aubstadt (271), Neudrossenfeld (232), Frohnlach (217), Eltersdorf (217), Erlangen-Bruck (189), Memmelsdorf (122) und Jahn Regensburg II (117). Der beste Besuch in dieser Spielklasse wurde mit 2165 Zuschauern im Derby zwischen dem SV Viktoria Aschaffenburg und dem SV Erlenbach erreicht. 2100 Interessierte wurden beim Oberpfälzer Duell SpVgg SV Weiden gegen den FC Amberg gezählt. 1500 Besucher wollten das Nachbarduell DJK Ammerthal gegen den FC Amberg sehen, im Rückspiel kamen sogar 1800 Fans. Die Minuskulisse wurde bei der Partie SV Memmelsdorf gegen Spitzenreiter SpVgg SV Weiden mit 49 Besuchern gezählt.

40 Rote Karten gab es sowie 58 Mal "Gelb-Rot". Verschont von Roten Karten blieb nur der SC Eltersdorf. Weiden, Aschaffenburg, Ansbach, Großbardorf, Ammerthal, Neudrossenfeld und Würzburg waren nur mit einmal "Rot" betroffen. Fünf Rote Karten sammelten die beiden Jahn-Klubs aus Forchheim und Regensburg II. Vier Memmelsdorfer wurden mit "Rot" des Feldes verwiesen. Ohne "Gelb-Rot" kam nur der Meister Aschaffenburg durch. Gleich neun Mal "Gelb-Rot" sahen Spieler des VfL Frohnlach. Würzburg (7) sowie Erlenbach und Hof mit je vier Ampelkarten folgen. Erster in der Fairness-Wertung ist Aschaffenburg (58 Wertungspunkte), wie auch in der Tabelle vor Amberg (66). Auf den weiteren Plätzen folgen: Weiden (69), Haibach (72), Ansbach (74), Großbardorf (75), Eltersdorf (88), Ammerthal (88), Memmelsdorf (94), Würzburg (94), Neudrossenfeld (96), Erlangen-Bruck (97), Aubstadt (98), Forchheim (105), Erlenbach (108), Bayern Hof (109), Regensburg II (110) und Schlusslicht ist der VfL Frohnlach mit 120 Punkten.

13 Akteure kassierten zwei oder mehr Platzverweise. Drei Hinausstellungen mussten Tayfun Özdemir vom VfL Frohnlach und Ünal Tosun (Regensburg II) mit je zweimal "Gelb-Rot" und einmal "Rot" hinnehmen. Zweimal mit "Rot" flogen Fabian Neuß vom SV Memmelsdorf, Christian Mack (Aubstadt) und Mahir Hadziresic (Regensburg II) vom Platz. Zweimal "Gelb-Rot" sahen die vier Akteure Firat Güngör (Frohnlach), Christian Brandt (Bayern Hof), Kevin Dees (Würzburg) und Frank Schröer (Erlenbach). Einmal "Rot" und einmal "Gelb-Rot" kassierten Harald Fleischer (Bayern Hof), Ralph Egeter (Weiden), Christos Makrigiannis (Frohnlach) und Fabian Galm (Erlenbach).