Dass der FC Sand gegen den Würzburger FV nur eine Außenseiterchance hat, war schon vor Beginn des Unterfranken-Derbys klar. Der Sander Trainer Erwin Albert sah die Partie so: "Nach der frühzeitigen verletzungsbedingten Auswechslung von Daniel Rinbergas haben wir vorübergehend die Ordnung verloren. Da hatte der WFV Chancen, das Spiel schon vor der Pause für sich zu entscheiden. Auf Grund der zweiten Halbzeit hätten wir aber den Ausgleich verdient, der auch möglich war".

Beide Trainer haben recht. Denn in einer munteren Begegnung zeigten sich die Würzburger als die spieltechnisch bessere Mannschaft, der der FC Sand nur Willen und Kampfkraft entgegen setzen konnte. Als Daniel Rinbergas in der 22. Minute mit einer Zerrung aus dem Spiel gehen musste, war die Heimabwehr geschwächt. Dadurch boten sich den Gästen durch Adrian Istrefi (23. Min.), Wojtek Droszcz in der 26. Minute - er hatte bereits in der 8.
Minute eine Möglichkeit - und Pascal Bloemer einige gute Einschussmöglichkeiten, doch immer wieder zeigte sich Stefan Klemm als sicherer Rückhalt der Sander Mannschaft.

In der 38. Minute kam der WFV aber verdient zum 0:1. Pascal Bloemer spielte aus dem Mittelfeld heraus einen guten Pass auf Joannis Karsanidis, der aus spitzen Winkel zur Gästeführung einschob. Michael Dellinger hätte wenig später die Gästeführung ausbauen müssen, doch auch er scheiterte am glänzenden Heim-Keeper Stefan Klemm (43.).

Nach Umstellungen in der Sander Mannschaft bot sich den Würzburgern im zweiten Durchgang keine echte Torchance mehr. Dafür nahmen die Gastgeber das Spielgeschehen in die Hand und versuchten mit gutem Einsatz verstärkt den Rückstand aufzuholen. In der 55. Minute mussten sie aber noch das 0:2 hinnehmen, das nach einem Flankenwechsel von Adrian Istrefi vom eingewechselten Stefan Krautschneider erzielt wurden.

Die restliche Spielzeit gehörte dann aber dem FC Sand, der nicht nur durch seinenen Kampfeswillen gefiel, sondern auch spielerisch gute Szenen hatte. Nachdem sich Matthias Hoff in der 63. Minute den Ball eroberte und auf Denis Ribeiro weiterleitete, spitzelte dieser das Leder über den WFV-Torhüter Sebastian Lechner hinweg zum 1:2-Anschlusstreffer ins Netz.

Es folgte eine Schlussoffensive der Sander, die in der 79. Minute auch eine hundertprozentige Ausgleichchance hatten. Doch der Kopfball aus etwa fünf Metern von Denis Ribeiro war zu unplatziert und landete genau in den Armen von TW Lechner.

Sand setze nochmals alles auf eine Karte und entblößte zum Schluss hin auch noch seine Abwehr. Dies nutzten die Würzburger mit einem schnellen Konter, den Adrian Istrefi in der 88. Minute mit dem 1:3 abschloss.