Vor 1400 Zuschauern gewannen die Schweinfurter, die das Hinspiel auch schon für sich entschieden hatten, die Partie vollauf verdient. Die favorisierten Hausherren machten vom Anstoß weg mächtig Druck. Zunächst kam der FC Sand gar nicht zurecht, die schnellen Attacken der Gastgeber machten den Sandern vor 1400 Zuschauern Probleme. In der 8. Minute hatte Kraus die erste Chance für die "Nullfünfter". Mit der Zeit fand sich die Sander Abwehr besser zurecht, und nun setzten die Gäste auch den einen oder anderen Konter an. Die beste Aktion hatten sie in der 15. Minute, als Fabian Benkert den Ball nach innen zu Alexander Reinhart spielte, dieser sich die Kugel aber zu weit vorlegte, so dass der Schweinfurter Schlussmann Pfeiffer klärte.

Torwart Haupt rettet mehrfach

Sein Gegenüber Sascha Haupt hatte allerdings deutlich mehr zu tun. Besonders zeichnete er sich in der 21. Minute aus, als der Ex-Sander Esen abzog, Haupt aber den Ball aus dem kurzen Eck fischte und an die Latte lenkte. Danach klärte Andre Karmann die Situation. In der 26. Minute blieb der Sander Torhüter auch gegen Lunz Sieger und wehrte seinen 20-Meter-Schuss gut ab.Machtlos war Haupt dann in der 28. Minute. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite schien der Ball schon abgewehrt, doch Kraus kam an der Strafraumgrenze ans Leder und drosch es volley und unhaltbar in die Maschen.

Danach gab es bis zum Wechsel keine klaren Möglichkeiten mehr. Der Tabellenführer aus Schweinfurt hatte weiterhin deutlich mehr vom Spiel und blieb überlegen, wirkte auch jederzeit gefährlich. Der FC Sand setzte zwar zu dem einen oder anderen Gegenangriff an, spielte diese Aktionen aber nicht klar genug zu Ende, so dass er keine Gefahr für das Tor der "Nullfünfer" verursachte.

Häcker macht mit dem 2:0 schon früh alles klar

Nach dem Wechsel blieb der Favorit am Drücker. Er machte nochmals mächtig Dampf und brachte seinen Gast ein um das andere Mal in Bedrängnis. In dieser Phase rettete Torwart Haupt einige Male sehr gut. Doch das zweite Tore für die "Nullfünfer" lag da in der Luft. Ein ehemaliger Sander führte nach knapp einer Stunde dann die Vorentscheidung herbei. Der lange Simon Häcker wurde von Mache bedient, gegen seinen Kopfball hatte Sascha Haupt im Sander Kasten keine Abwehrchance.

Keine Sander Torchance

Wenn auch die Sander nach gut eine Stunde die Begegnung etwas besser in den Griff bekamen, so blieb ihr Gegner doch in jeder Phase die spielbestimmende Mannschaft. "Ich habe die Schweinfurter in dieser Saison schon ein paar Mal gesehen, aber so stark waren sie noch nie", sagte der Spielleiter der Sander, Erich Barfuß.
Der Gastgeber konnte es sich sogar leisten, in der Schlussphase einen Gang herunterzuschalten, und verlor dennoch nicht die Kontrolle.

Bezeichnend ist, dass sich die Sander nach dem Wechsel nicht eine einzige echte Torgelegenheit herausspielten. Ganz im Gegenteil: In der 90. Minute hieß es sogar 3:0, als Lunz sich an der Strafraumgrenze durchsetzte und den Ball auf Heyer legte, der aus kurzer Entfernung nur noch einzuschieben brauchte. Da waren die Sander in Unterzahl, denn wegen wiederholten Foulspiels hatte Nöthling in der 80. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen. In der 48. Minute schied Florian Gundelsheimer mit Verdacht auf Muskelfaserriss aus.