0:2 stand es schon nach sieben Minuten, "wir hätten da drei, vier Tore machen müssen", sagte TSV-Trainer Hans-Jürgen Ragati. Beteiligt an den frühen Treffern war jeweils Stürmer Alexander Mantlik. Nach 180 Sekunden schickte Mantlik Maximilian Zang steil - 0:1. Vier Minuten später war er selbst durch - 0:2. "Manche haben gesagt, beide Situationen seien Abseits gewesen", so Erwin Albert, "aber der Linienrichter hat die Flagge halt nicht gehoben."

Glück hatten die Sander aber kurz darauf, als André Rieß völlig frei aus sechs Metern das Tor nicht traf (9.) und Mantlik genau in die Arme von Torwart Sascha Haupt schoss (13.), der diesmal den Vorzug vor Neuzugang Dominik Biemer bekommen hatte. "Wir haben zwei starke Torhüter", so Albert, "wer am Freitag zum Landesliga-Auftakt im Tor steht, werden wir diese Woche entscheiden."

Die Korbmacher hatten ihre erste Szene erst nach 22 Minuten. Und es war gleich der Anschlusstreffer. Der Sander Kapitän Daniel Rinbergas zirkelte einen Freistoß aus bestimmt 30 Metern genau unter die Latte zum 1:2. "Den hätte man vielleicht auch halten können", grummelte Ragati, der seinen einzigen Neuzugang, Florian Muckelbauer, im Kasten testete. Danach waren die Hausherren weitgehend auf Augenhöhe. Rinbergas überraschte Muckelbauer mit einem weiteren 30-Meter-Kracher, doch diesmal strich das Leder hauchdünn am Pfosten vorbei (29.).

Nach dem Wechsel waren die Großbardorfer besser

Nach dem Wechsel zeigte sich dann aber doch, dass Großbardorf die Müdigkeit vom Mittwochs-Match (1:0 bei den FT Schweinfurt) aus den Beinen vertrieben hatte, während Albert zugeben musste, dass bei seiner Mannschaft die Kraft nach den harten letzten Wochen doch nachließ. "Zum Landesliga-Auftakt werden wir aber topfit sein."

Allerdings muss sich der FC schon jetzt mit zahlreichen Ausfällen herum schlagen. Am Samstag fehlten mit Gundelsheimer (Bänderriss, mindestens vier Wochen Pause), Wasser (Urlaub), Pankratz (gebrochener Zeh) und Stefan Krines (gebrochener Finger) gleich vier Mann. Nach 21 Minute musste auch Andre Schmitt nach einem Tritt raus, Albert hofft, dass er "nur" eine schwere Prellung erlitt. Verwundert rieben sich die Zuschauer aber die Augen nach der Einwechslung von Dinis Ribeiro (55.). Der zeigte sich ungewohnt pfeilschnell und trickreich. "Er hat zwölf Kilo abgenommen", so Albert, "ich erwarte eine Menge von ihm in dieser Spielzeit."

Zahlreiche gute Chancen für den Gast

Allerdings konnte Ribeiro auch nicht verhindern, dass die Gäste noch eine Vielzahl hochkarätiger Chancen herausspielten. Nachdem Stefan Piecha erst an den Pfosten geköpft hatte, netzte Markus Kirchner im zweiten Versuch dann ein (73.). Das Eigentor von André Karmann (köpfte eine Flanke von Felix Kaufmann ins eigene Netz, 90.) machte das Kraut nicht mehr fett.

Großbardorf wünscht sich nun in der BFV-Hauptrunde "bald einen Regionalligisten und damit endlich mal wieder ein Heimspiel", so Ragati. "Bei Sand glaube ich, dass die Mannschaft großes Potenzial hat und in der Landesliga ganz oben mitspielen wird."