Die Heitec Volleys haben ihren ersten Heimsieg in der zweiten Volleyball-Bundesliga sicher. Beim hart erkämpften 3:1-Erfolg (22:25, 25:23, 26:24, 25:19) über die zweite Mannschaft des Erstligisten TG Rüsselsheim, die bisher alle Partien gewonnen hatte, überzeugten die Eltmanner vor über 400 Zuschauern mit Leidenschaft und Willen. Der bayerische Pokalsieger bestätigte damit seinen Aufwärtstrend und leistete Wiedergutmachung nach der 0:3-Pleite bei der Heimpremiere gegen den Spitzenreiter Mainz-Gonsenheim. Zu den wertvollsten Spielern der Partie wurden Mircea Peta (Heitec Volleys) und Philipp Schumann (Rüsselsheim) gewählt.

Die Erleichterung war dem Manager der Heitec Volleys, Rolf Werner, nach dem Sieg anzusehen: "Mir fällt ein riesiger Stein vom Herzen. Der Druck war immens, vor allem nach dem verlorenen ersten Satz. Aber unser Team zog sich selbst mit beispiellosem Einsatz aus dem Schlamassel und schaffte die Wende. Jeder Spieler riss sich zusammen und überwand den inneren Schweinhund. Das war tolle Werbung für unseren Sport."

"Kompliment an meine Spieler"

Auch Cheftrainer Marco Donat jubelte befreit über den Erfolg: "Vielen Dank an die Fans für die grandiose Unterstützung. Ich bin total froh, dass wir das Spiel für uns entscheiden konnten. Wir hatten eine schwierige Woche hinter uns mit sehr vielen kranken Spielern. Deshalb ein Kompliment an meine Spieler, die sich durchgebissen haben. Es war ein totales Kampfspiel. Jetzt geht es weiter. Denn wir wollen mehr. Wir sind hungrig, arbeiten weiter und wollen bald den nächsten Sieg im Unterfranken-Derby bei Hammelburg einfahren."

Nervöser Beginn der Eltmanner

Bevor um genau 21:27 Uhr der erste Heimsieg feststand und grenzenloser Jubel in der Georg-Schäfer-Halle ausbrach, mussten Fans und Verantwortliche der Heitec Volleys lange zittern. Es herrschte Dramatik pur, besonders nach dem leichtfertig verlorenen ersten Satz, in dem das Team von Cheftrainer Marco Donat hoch nervös wirkte. Zahlreiche Aufschläge landeten entweder im Aus oder im Netz.

Doch dann ging ein Ruck durch die Mannschaft, was vielleicht auch an der emotionalen Pausenansprache von Marco Donat lag. Plötzlich agierten die Eltmanner, die auf Merten Krüger und teilweise Kapitän Bastian Richter verzichten mussten, hoch konzentriert, wie ausgewechselt und schafften souverän den Ausgleich zum 1:1.

Mit viel Enthusiasmus und Feuer begeisterten sie die Zuschauer und brachen die Widerstandskraft der Hessen. Unsicherheit flackerte lediglich im dritten Satz auf, als die Heitec Volleys einen souveränen Vorsprung vergeigten und es in der Crunchtime noch einmal spannend machten. Der entscheidende vierte Satz war schließlich pures Schaulaufen, als die Unterfranken ihr beachtliches Potenzial andeuteten und keinen Zweifel mehr am ersten Heimsieg aufkommen ließen.

Heitec Volleys: Clay Couchman, Johnny Engel, Mircea Peta, Sebastian Richter, Max Kolbe, Daniel Schmitt, Sven Kellermann, Tobias Werner, Georgi Stojanow, Mariusz Wacek, Max Bibrack, Marco Knauer