Besser hätte die Generalprobe vor dem meisterschaftsentscheidenden Spitzenspiel der Dritten Volleyball-Liga Ost gegen Tabellenführer Friedberg für den VC Eschenbacher Eltmann vor eigenem Publikum nicht laufen können. Mit der besten Saisonleistung fertigen die Gastgeber den TSV Zschopau ab, der immerhin als Zweitligaabsteiger über einige erfahrene Akteure verfügt.

Durch den klaren 3:0 (25:11, 25:18, 25:15)-Erfolg des VCE und ein hart erkämpftes 3:1 der Friedberger in München bleibt es dabei, dass beide Teams punktgleich an der Tabellenspitze liegen, die Friedberger mit einem Sieg mehr. "Ich war sehr beeindruckt vom starken Start meiner Mannschaft. Jeder wusste, dass wir auf alle Fälle drei Punkte holen müssen, um nächste Woche Friedberg überholen zu können. Von Nervosität war trotzdem nichts zu spüren", zeigte sich VCE-Spielertrainer Heriberto Quero äußerst zufrieden.


Die Eltmanner geben von Beginn an den Ton an

Schnell ging Eltmann in Führung, blockte mehrere Angriffe des Gegners und setzte die Annahme der Sachsen gehörig unter Druck. Auszeiten und taktische Anweisungen des Gäste-Trainers folgten, doch die Unterfranken machten weiter sehr wenige Fehler, so dass Zschopau nicht an die Form des Hinspiels herankam, als Eltmann sich nach einer hitzigen Schlussphase mit 2:3 geschlagen geben musste. Schon damals war der VCE spielerisch überlegen, setzte dies aber nicht um. Diesmal merkten es die Zuschauer den VCE-Akteuren in der Georg-Schäfer-Halle an, dass sie das erklärte Ziel Aufstieg unbedingt erreichen möchten. Mit 25:11 ließ der VC Eschenbacher Eltmann im ersten Satz den Gästen keinerlei Chance.

Auch der zweite Durchgang gestaltete sich überwiegend positiv. Eltmann versuchte, sein Spiel auf hohem Niveau zu halten und durch variable Aktionen für das ein oder andere Überraschungsmoment zu sorgen. Dies gelang gut, obwohl Zschopau nun deutlich selbstbewusster auftrat und weniger Eigenfehler produzierte. Doch spielten die Hausherren so, dass das Publikum zu keinem Zeitpunkt zweifelte, wer als Sieger das Spielfeld verlassen würde. 25:18 hieß es am Ende des zweiten Teilabschnitts, und der VCE war nur noch 25 Punkte davon entfernt, dem großen Traum vom Aufstieg in die Zweite Liga ein gehöriges Stück näher zu rücken.

Immer die richtige Antwort

Auch im dritten Satz ließ die teilweise überragende Leistung der Hausherren nicht nach. Eltmann dominierte die Partie nach Belieben und fand auf jeden Versuch der Gäste, die Wende zu schaffen, die richtige Antwort. 25:15 im dritten, 3:0 nach Sätzen und damit insgesamt nach Punkten 75:44 - das beeindruckende Endresultat eines Spiels, das die Verantwortlichen in Eltmann auf ein erfolgreiches Saisonende hoffen lässt.

"Wir sind zum Glück ruhig geblieben, als zwischenzeitlich die Resultate und damit wichtige Punkte im Aufstiegsrennen fehlten. Die Mannschaft hat hart an sich gearbeitet und sich diese Chance, in den letzten beiden Saisonspielen mit Siegen aufsteigen zu können, verdient", betonte Vorstand Rolf Werner. "Wenn wir in Friedberg so spielen wie heute, wird es für den TSV sehr, sehr schwer, uns zu schlagen."

Konkurrent Friedberg zeigt sich nervenstark

Friedberg verlor in München einen Satz sehr deutlich mit 14:25 und gewann die anderen drei jeweils lediglich mit zwei Punkten Unterschied (28:26, 25:23, 27:25). Da dieses Ergebnis aber für die Nervenstärke der Schwaben spricht, dürfte es am Samstag in Friedberg zu einem echten Spitzenspiel kommen.