Gegen die SG Stadtlauringen/Ballingshausen sorgte der damalige Spielertrainer Detlev Pfister im Juni 2005 am Haßfurter Eichelsee für den 1:0-Siegtreffer der SG Eltmann, die damit in die Kreisliga Ost aufstieg. Knapp sieben Jahre später waren es diesmal die Büttner-Brüder Chris und Marc, die im Relegationsspiel in Ballingshausen gegen den TSV Nordheim die Weichen stellten, dass die Wallburgstädter, Tabellenzweiter der Kreisliga Schweinfurt 2, weiter im Rennen für die Fußball-Bezirksliga Unterfranken 2 bleiben. Dagegen ist für den Zweiten der Kreisliga Rhön die Saison endgültig beendet.

Torchancen waren lange Mangelware


Die offiziell 657 Zuschauer in Ballingshausen, bei denen jeweils zwei lautstarke Fangruppen die beiden Kontrahenten unterstützten, sahen eine über weite Strecken offene Partie, in der Torchancen allerdings Mangelware blieben. Und es dauerte bis zur 67. Minute, ehe bei einem Zweikampf im Nordheimer Strafraum Eltmanns Chris Büttner und sein Gegenspieler Markus Stumpf zu Boden gingen und dieser den Ball reflexartig mit der Hand berührte. Der Unparteiische Rene Oppel (SV Oberwerrn) entschied auf Strafstoß. "Einer gibt ihn, einer gibt ihn nicht", ärgerte sich Nordheims Co-Trainer Andre Herbert vor allem über den Schiedsrichterassistenten: "Der Schiedsrichter wollte weiterlaufen lassen, und der Linienrichter macht sich meiner Meinung sehr wichtig." Für den 36-Jährigen war die Entscheidung "schon ausschlaggebend". Chris Büttner war dies egal. Er verwandelte sicher zum 1:0 für die SGE.

In Überzahl fällt das 2:0


Ab diesem Zeitpunkt häuften sich die Chancen der Mannschaft von Trainer Jürgen Schmitt. Und als Hergenhan mit "Gelb-Rot" das Spielfeld verlassen musste (81.), war der zweite Treffer nur noch eine Frage der Zeit. Zwar köpfte Nordheims emsiger Kapitän Johannes Fischer nach einer präzisen Flanke von Marcel Karlein den Ball nur knapp am Eltmanner Gehäuse vorbei (83.), doch die Kräfte der Rhöner ließen zusehends nach. Chris' älterer Bruder Marc war es schließlich, der - nachdem er im Strafraum seine Gegenspieler fast schwindlig gespielt hatte - aus kurzer Distanz mit einem platzierten Flachschuss ins linke Eck den zweiten Treffer für seine Mannschaft markierte (88.). Immerhin gaben sich die Nordheimer trotz des aussichtlosen Rückstandes kurz vor dem Ende immer noch nicht geschlagen. Die Freude über den vermeintlichen Anschlusstreffer währte aber nur kurz, denn Schiedsrichter Oppel hatte vorher ein Handspiel gesehen (89.). Dass die Partie nicht 3:0 ausging, war dem Pfosten zu verdanken, den Benny Schmitt in der Nachspielzeit traf (93.). Schon der in der ersten Hälfte hatte der Eltmanner Torjäger die besten Möglichkeiten. Sowohl in der 7. als auch in der 34. Minute parierte Nordheims Schlussmann Marcel Heinrich allerdings glänzend.

SG-Trainer "James" Schmitt sah einen verdienten Sieg


Als "verdient" bezeichnete Eltmanns Trainer Jürgen Schmitt den "clever" erspielten Sieg. Zwar habe der Gegner "Gas gegeben", sich seiner Meinung nach aber "dabei wahrscheinlich etwas verausgabt." Die Anzahl der klaren Tormöglichkeiten spreche "ganz klar" für die SG. Schmitt war "froh, dass wir in Führung gegangen sind. Immer, wenn wir bisher in Führung gingen, war es für den Gegner ganz schwer, uns das Ding noch zu nehmen." Nachdem sie die erste Hürde erfolgreich gemeistert haben, eröffnet sich den Eltmannern gegen den VfL Euerbach nun die Chance, den bislang größten Triumph in der Vereinsgeschichte perfekt zu machen.