Nach der 2:3-Niederlage des TSV Niederviehbach am Vorabend bei der VGF Marktredwitz hatte Eltmann sogar die Chance, ganz oben heranzukommen, mit drei Punkten Friedberg zu überholen und zum direkten Verfolger der Niederbayern zu werden. Nach fünf intensiven Sätzen waren die Eltmanner aber auch froh über zwei hart erkämpfte Zähler aus einem Spiel, bei dem sie bereits deutlich im Rückstand waren.

Die Georg-Schäfer-Halle war mit circa 350 Zuschauern gut gefüllt. Diese mussten zunächst allerdings mit ansehen, wie ein stark aufspielender Gast aus dem bayerischen Schwaben die Partie bestimmte. Die Unterfranken schienen zu Beginn des Satzes überrascht und teilweise unkonzentriert, was es dem Gast leicht machte, schnell mit fünf Punkten in Führung zu gehen. Auch in der Satzmitte lief Eltmann einem Rückstand hinterher, wurde jedoch langsam stärker.
Der VC versuchte alles, den Satz noch für sich zu entscheiden, scheiterte aber knapp.

Spannder Kampf bis in die Verlängerung

Auch im zweiten Durchgang brauchte Eltmann etwas Zeit, um zu den eigenen Stärken zu finden, nahm beim Stand von 6:10 die erste Auszeit und machte seine Sache in der Folge etwas besser. Es kam zu einem offenen Schlagabtausch, bei dem beide Teams starke Szenen zeigten, aber auch einige einfache Fehler begingen. Bis in die Verlängerung ging es hin und her. Nach 32 Minuten gewann Friedberg mit 30:28 und führte nach Sätzen mit 2:0.

Doch nun zeigten die Unterfranken Entschlossenheit. Sie gingen im dritten Abschnitt schnell mit 6:3 in Führung und zwangen den Gästecoach damit zur ersten Auszeit. Danach zog Eltmann weiter davon, und die Gäste nahmen beim Stand von 14:22 aus deren Sicht die zweite Auszeit. Diese erzielte keine Wirkung mehr, der VC Eschenbacher Eltmann behielt mit konzentriertem Auftreten die Acht-Punkte-Führung und gewann den dritten Teilabschnitt mit 25:17.

Nowaks Asse gefeiert

Ein ähnlicher Verlauf zeigte sich im vierten Abschnitt. Eltmann hielt das Spielniveau konstant hoch, zwang den Gegner zu Fehlern und machte selbst wenige. Asse von Mittelblocker Christian Nowak sorgten zudem für ein besonderes Stimmungshoch, nicht nur bei ihm selbst. "Die Mannschaft feiert Asse meiner Person ganz besonders, da diese bis vor wenigen Jahren noch eine Seltenheit waren. Im Training habe ich daran hart gearbeitet und mich trotz meines Alters in diesem Element verbessert", schätzte er selbst diesen Fortschritt mit einem Augenzwinkern ein. 25:21 hieß es am Ende des vierten Satzes, und somit musste eine weitere Partie in dieser Saison im Tiebreak entschieden werden.

Die drei bisherigen Fünf-Satz-Matches verlor der VCE allesamt in der Fremde, in eigener Halle sollte dies besser ausgehen. Eine Aufschlagserie durch Kenneth Blanca sorgte früh für einen Vorsprung, bei 4:2 und 12:6 nahm Friedberg seine zwei Auszeiten, jedoch vergebens. Der VC Eschenbacher Eltmann entschied nach über zwei Stunden intensiver Spielzeit das Spitzenduell in der Dritten Liga für sich.

Ein besonderes Lob für die Mittelblocker

"Die Fans haben uns nach dem 0:2 weiter toll angefeuert, und es war eine super Stimmung in der Halle. Das hat uns heute zu einer klasse Mannschaftsleistung gepusht, und am Ende haben wir uns selber und das Publikum belohnt", sagte VCE-Außenangreifer Sebastian Richter nach der Partie, der nach zuletzt rarer Einsatzzeit diesmal über das komplette Match ran durfte und dies mit einer guten Leistung dankte. "Besonders stark waren heute aber unsere Mittelblocker. Das war in den entscheidenden Sätzen schon beeindruckend", gibt Richter seinen Mannschaftkameraden das Kompliment weiter.

Am kommenden Samstag bestreitet der VCE sein letztes Spiel der Hinrunde in Mühldorf, das als Aufsteiger auf dem siebten Tabellenplatz steht, jüngst allerdings mit einem 3:2-Erfolg beim MTV München auf sich aufmerksam machte.

Gleichzeitig kommt es in Friedberg zum Aufeinandertreffen des Zweiten mit dem Vierten. Zu Gast ist Zschopau und könnte mit einem Sieg dafür sorgen, dass der VC Eltmann bei eigenem Punktgewinn auf dem zweiten Tabellenplatz ins neue Jahr geht.