"Nur mit viel Einsatz und Kampf werden wir bestehen", ist sich der Schweinfurter sicher. Dabei erinnert er an den ersten Vergleich beider Kontrahenten Ende Oktober. Zwar gingen die Haßfurter damals als 5:4-Gewinner in der Selber Eisporthalle in die Kabinen. Dazu war nach einem 0:3-Rückstand allerdings erst eine äußerst anstrengende Aufholjagd notwendig.

Dass die im Vorfeld zu erwartende Niederlage für den Außenseiter sehr knapp ausfiel, war nicht zufällig, denn im Kader des VER stehen einige namhafte und vor allem erfahrene Akteure. Und die Mannschaft von Trainer Sascha Grögor hat mittlerweile vielen Kontrahenten das Leben schwer gemacht.


Die Selber haben auswärts erst einmal gewonnen

Doch während sie vor heimischen Zuschauern gegen den ERSC Ottobrunn (13:1), den EV Pegnitz (5:3), den ERSC Amberg (6:1), den EC Bad Kissingen (10:7) sowie auch den ERC Regen (5:3) jeweils die Oberhand behielt, gab es auswärts erst einen Grund zu feiern: Mit 4:2 setzten sich die "Wölfe" in Freising durch. Zumindest keinen Grund zum Jammern hatten die VER-Verantwortlichen auch vor einer Woche beim 6:6-Unentschieden beim ERV Regenburg 1b. Dagegen gab es in Amberg (1:13), Regen (2:14), Vilshofen (4:6), Bad Kissingen (6:7) sowie in Mitterteich (4:12) nichts zu erben. Auch bei ihrem dritten von insgesamt fünf Auswärtsspielen in Folge sind die Oberfranken deshalb Außenseiter.

"Wir wollen uns natürlich nicht blamieren und deshalb von Anfang an Gas geben", verspricht Frank Genßler Einsatz wie zuletzt in den beiden erfolgreichen Derbys gegen Bad Kissingen. Er hofft, dass gegen Selb die Ränge im Stadion am Großen Anger wenigstens halb so gut gefüllt sind wie zuletzt. "Das war schon toll. Und man hat gesehen, wie die Fans mit Unterstützung helfen können, wenn es mal nicht so gut läuft."


Nur Franek, Freund und Rambacher fehlen noch

Nachdem die Begegnung beim ERC Regen am vergangenen Sonntag aufgrund Spielermangels noch abgesagt werden musste, stehen dem ESC am Sonntag wieder genügend Akteure zur Verfügung. Verzichten muss Genßler neben David Franek und Jens Freund lediglich noch auf den gesperrten Frederic Rambacher.