Bereits zum 14. Mal ist die ADAC-Deutschland- Rallye Bestandteil des WM-Kalenders des internationalen Motorsport-Verbands FIA. Nicht nur WM-eingeschriebene Piloten, sondern auch deutsche Privatteams können hier auf internationaler Ebene Erfahrung sammeln und ihr Talent präsentieren. Diese Chance hatte diesmal der Burgpreppacher Tobias Just. Auf Grund des Gewinns der Juniorwertung der Citroen-Racing-Trophy erhielt er eine Förderung eines Sponsors (Sachsen Asset Management GmbH), um an der Rallye teilnehmen zu können.

Als frisch gebackener Trophy-Sieger reiste er zusammen mit seinem Team nach Trier: "Es ist mein erster WM-Einsatz, und ich freue mich sehr auf diese Herausforderung", sagte der 21-jährige Student im Vorfeld. Bereits drei Tage vor Veranstaltungbeginn musste das gesamte Team vor Ort sein.
Während die Mechaniker den Serviceplatz errichteten, besichtigten die Piloten die Strecken, ehe es zum legendären Show-Start an der Porta Nigra ging. Jeder einzelne Fahrer wird hier bei tollem Ambiente herzlich in der Altstadt empfangen.


Durch die Weinberge

Am Morgen danach fiel dann endlich der Startschuss. Rund um Trier bildeten auch in diesem Jahr die Weinberge mit ihren schmalen, verwinkelten Straßen das Kernstück der Rallye. Sowohl die Zuschauer als auch die Piloten erleben hier Motorsport der Extraklasse. "Es ist nicht einfach, einen Rhythmus in den Weinbergen zu finden. Schnelle Passagen wechseln sich mit engen Kehren ständig ab", erläuterte Tobias Just, der dennoch sichtlich begeistert war.

Neben den engen Weinbergsgassen entlang der Mosel gehört auch die traditionelle "Panzerplatte" im amerikanischen Truppenübungsplatz in Baumholder, die am zweiten Renntag doppelt gefahren wurde, zu den Höhepunkten der ADAC-Deutschland-Rallye. An jedem Straßenrand lauern die gefürchteten Hinkelsteine auf Fehler der Piloten. Mit rund 41 Kilometern Streckenlänge bildet diese Wertungsprüfung eine Herausforderung für Mensch und Maschine. "Nur mit körperlicher und geistiger Fitness kann man über diese Distanz Bestleistung erzielen", erklärte Tobias Just. Nach rund 300 gefahrenen Wertungskilometern und einer Gesamtdistanz von rund 1200 Kilometern überquerte er zusammen mit seiner Aushilfs-Copilotin Anne-Katharina Stein die Zielrampe als Einziger seiner Klasse.

Für ihn wie auch für das gesamte Team ist das ein großartiger Erfolg, an den sich alle noch lange erinnern werden. Als leistungsschwächstes Fahrzeug der gesamten Rallye erreichten Tobias Just und seine Copilotin Platz 56 unter über 90 Startern und zudem den Sieg in der Division sowie der Klasse.