Die Serie des FC Amberg in der Fußball-Bayernliga Nord hält. Die Mannschaft von Trainer Günter Brandl setzte sich am Samstag vor 410 Zuschauern gegen den FC Sand mit 3:0 (0:0) durch. Der FCA blieb im sechsten Spiel in Folge, inklusive Pokal, ohne Niederlage und verbesserte sich auf den dritten Tabellenplatz. Die Sander sind auf Rang 13 abgerutscht.
"Wir wollen die guten Leistungen von zuletzt bestätigen. Wenn Sand dann offensiv wird, ist das auch in Ordnung. Aber zwischen dem, was vor dem Spiel gesagt wird, und dem, was am Platz passiert, ist ja oft ein großer Unterschied", so FC-Trainer Günter Brandl zur Aussage seines Kollegen Uwe Ernst vor der Partie, sich in der Oberpfalz nicht verstecken zu wollen. Beide Coaches mussten auf Spieler verzichten. Wieder fehlten Amberg sechs Stammkräfte.
Auch der FCS war nicht komplett.
FCA-Trainer Brandl musste seine Startelf gegenüber dem 6:0 im Pokal in Hainsacker auf vier Positionen verändern. Für den FCA begannen Kevin Kühnlein, der auch noch angeschlagen war und wie Michael Dietl notgedrungen auf die Zähne biss, Christian Knorr und Sven Seitz und Daniel Gömmel. Daniel Gömmel gab beim Warmmachen das Signal, dass kein Einsatz möglich sei. Für ihn rückte Emmanuel Burgutzidis nach.
Der FC Sand vertraute bis auf eine Ausnahme der Anfangsformation, die am letzten Spieltag unglücklich mit 0:1 gegen den Würzburger FV verloren hatte. Tevin McCullogh trat die Fahrt in die Oberpfalz wegen einer Zerrung erst gar nicht mit an, für ihn durfte Dinis Ribeiro ran. "Wir wollen in Amberg drei Punkte holen, sonst brauchen wir uns die Fahrt nicht antun. Dafür müssen wir früh draufgehen", hatte Ernst gefordert.
Eine Ansage, die seine Truppe zumindest die ersten zehn Minuten konsequent umsetzte. Denn Sand stand hoch, griff früh an und unterband somit zunächst das geordnete Aufbauspiel der "Gelb-Schwarzen". Die kamen damit aber von Minute zu Minute besser zurecht und erarbeiteten sich nach und nach ein spielerisches Übergewicht. Die Unterfranken hingegen mussten sich zurückziehen und hatten vor allem im zentralen Mittelfeld Lücken, die die Amberger zu nutzen wussten.
So zunächst nach 23 Minuten Gratas Sirgedas, der nach einem feinem Pass alleine vor FC-Schlussmann Sebastian Stober auftauchte. Im letzten Moment versprang ihm der Ball, so dass er diese "Hundertprozentige" vergab. In einer Partie, die sich meist im Mittelfeld abspielte, hatten die Gäste im ersten Durchgang keine einzige nennenswerte Möglichkeit. Den Vilsstädtern dagegen reichte ihre zweite, um in Führung zu gehen.
Im Liegen erkämpfte sich Marco Wiedmann in der eigenen Hälfte den Ball und spielte diesen in die Gasse auf Michael Dietl, der ebenso aus der eigenen Hälfte gestartet war. Der FCA-Angreifer lief so alleine auf Stober zu und wollte den Sander Keeper umkurven. Im letzten Moment legte er das Leder quer auf den herangeeilten Sven Seitz, der keine Mühe hatte, aus 13 Metern das 1:0 zu erzielen (40.).
Den zweiten Durchgang eröffnete der FC Sand, der zwei frische Kräfte aufs Feld schickte, mit einem Paukenschlag. FCS-Kapitän Daniel Krüger steuerte nämlich in der 47. Min. alleine auf Ambergs Schlussmann Matthias Götz zu. Der machte sich in letzter Sekunde breit, wehrte den Schuss ab und verhinderte so den Ausgleich. Es war der berühmte "Hallo-Wach-Effekt" für die Amberger, die die Tore dann zum richtigen Zeitpunkt machten. Vor allem das Duo Seitz/Sirgedas mischte Sand auf. So auch in der 67. Min.: Der litauische Nationalspieler schnippelte den Ball 22 Metern von dem Strafraum perfekt in den Lauf von Seitz. Der wurde auf halblinker Position noch etwas abgedrängt, schaffte aus spitzem Winkel dennoch das 2:0.
Als dann zehn Minute später Christian Knorr das 3:0 vorbereitete, war die Messe im Schanzl-Stadion gelesen. Er hatte sich bis auf die Grundlinie durchgetankt, seine scharfe Hereingabe beförderte der Sander Manuel Müller unglücklich ins eigene Netz.
FC Amberg: Götz - Burgutzidis, Kühnlein, Fischer, Graml - Knorr (80. Popp), Ceesay, Sirgedas, Wiedmann - Dietl (50. Keilholz), Seitz (86. Helleder) / FC Sand: Stober - Schmitt, Krüger, Müller, Steinmann - D. Schlereth (46. Gundelsheimer), Karmann, Wagner, Fischer - Ribeiro (46. Wirth), Th. Schlereth (67. Schmitt) / SR: Gitopoulos (München) / Zuschauer: 410 / Tore: 1:0 Seitz (40.), 2:0 Seitz (67.), 3:0 Man. Müller (77., Eigentor)