Die Hinrunde der Bayernliga Nord ist zu Ende und der FC Sand steht - wie gewohnt - auf einem Abstiegsrelegationsplatz. Doch das rettende Ufer ist in Sichtweite. Drei Punkte beträgt der Rückstand auf Rang 13, den aktuell die DJK Don Bosco Bamberg innehat. In den verbleibenden 16 Spielen will das Team von Trainer Dieter Schlereth die nötigen Punkte für den direkten Klassenerhalt sammeln. Den ersten Schritt wollen die Sander beim Oktoberfest-Frühschoppen-Derby, deshalb der Anpfiff am Sonntagvormittag um 11 Uhr, beim TSV Großbardorf (7.) machen.

FC Sand: Fast alle Mann an Bord

"Wenn wir nach Großbardorf fahren wissen wir, dass uns eine qualitativ viel hochwertigere Mannschaft erwartet, als es deren Tabellensituation ausdrückt", weiß Sands Sportlicher Leiter Erich Barfuß. Doch der 66-Jährige hat Hoffnung, dass die "Korbmacher" nicht mit leeren Händen von den "Galliern" zurückkehren. Die Sander haben zum Rückrundenstart kaum Ausfälle. Mit Stammtorwart Stefan Klemm (Muskel- und Sehnenriss im Oberschenkel), André Schmitt (Achillessehnenriss) und Thomas Durst fehlen zwar noch immer drei Langzeitverletzte, doch dafür hat Ralph Thomann hat seine Vier-Spiele-Sperre abgesessen.

Großbardorf bleibt hinter den Erwartungen zurück

Der TSV Großbardorf hat sein Saisonziel "oben mitspielen" in der Vorrunde verfehlt. Mit 13 und 14 Punkten ist der Rückstand zum Führungsduo aus Seligenporten und Eltersdorf beträchtlich. Das Polster zum ersten Abstiegsrelegationsplatz beträgt nur acht Punkte. Das hätte nach dem Traumstart der Grabfeld-Gallier mit vier Siegen in den ersten vier Spielen keiner erwartet. Es folgten nur elf Zähler aus zwölf Spielen.

Auf die Frage nach den Ursachen hat TSV-Coach André Betz Erklärungen parat: "Das große Manko waren zu viele Gegentreffer, meist durch individuelle Fehler verursacht. Gegentore kosten Punkte." Mit 32 Gegentreffern haben die Bardorfer die sechstschlechteste Defensive der Liga. Auch die fehlende Konstanz kostete Punkte. Auf die gute Vorstellung beim 4:2-Sieg gegen Vilzing folgte eine schwache Leistung beim 1:1 bei Schlusslicht Kahl und eine indiskutable zweite Halbzeit gegen den TSV Abtswind (0:2).

Die Angst, jetzt Richtung Relegationsplatz abzurutschen, hat Kapitän Stefan Piecha nicht. Obwohl er nach dem Traumstart auch mehr erwartet hatte. Laut Piecha "müssen wir gegen Sand einen neuen Anlauf nehmen, um wieder in die Spur kommen und bis zur Winterpause noch Punkte holen." Dass das Fehlen von Björn Schönwiesner eine entscheidende Rolle spielt, lassen sowohl der Trainer als auch der Kapitän nicht gelten. "Klar kann man Björn nicht eins zu eins ersetzen, aber wir haben auch ohne ihn genug Qualität im Kader", sagt Piecha.

Für das Derby fordert Betz, dass seine Spieler die Zweikämpfe annehmen und engagiert an die Sache herangehen. "Wir müssen das Match wie ein Finale sehen und dieses unter allen Umständen für uns entscheiden. Ich bin überzeugt, dass die Jungs wissen, was die Stunde geschlagen hat." Aufgebot: Geier, Zehe - Klauer, Thomann, D. Schlereth, Bechmann, Topuz, Steinmann, Karmann, Wagner, Rippstein, Wittchen, Moser, Zeiß, Hart, Tscherner, T. Schlereth, Rugovaj, Wieczorek, Markof, Gonnert