"Das Amt der Feldgeschworenen hat sich dem Wandel der modernen Zeit angepasst und doch erfüllt es nach wie vor eine wichtige Aufgabe in den Kommunen. Trotz der heute bereits satellitenunterstützten Vermessung und computergesteuerten Berechnung sind die Feldgeschworenen nach wie vor die einzigen örtlichen Ansprechpartner und Hüter der Grenzen." Dies betonte Landrat Rudolf Handwerker (CSU) beim "Siebenertag", der in Unterpreppach stattfand.

Die alljährliche Versammlung der Feldgeschworenen begann mit einer Kirchenparade und einem eindrucksvollen Gottesdienst und fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Jubiläum der Jugendblaskapelle Unterpreppach statt.

Der Kreisobmann der Siebener ,Wendelin Jooß, eröffnete dann den Siebenertag und begrüßte hierzu viele Gäste.
Landrat Rudolf Handwerker bezeichnete das Amt der Feldgeschworenen als eines der ältesten noch erhaltenen Ämter der kommunalen Selbstverwaltung. Eine Besonderheit der Feldgeschworenen sei heute immer noch das so genannte Siebenergeheimnis. Zu der Zeit, in der es weder Flurkarten noch Maßzahlen über Grenzverläufe und schon gar keine GPS-Verfahren gab, seien die gesetzten Grenzsteine von den Geschworenen mit geheimen Zeichen versehen worden, die nur ihnen bekannt waren und die auch nur mündlich weiter gegeben wurden.

Dieses älteste Ehrenamt sei über Jahrhundert hinweg jung und lebenskräftig geblieben. Heute gebe es im Landkreis Haßberge über 1000 Feldgeschworene.

Weitere Grußworte sprachen 1. Bürgermeister Robert Herrmann (CSU), Ebern, Gerhard Hartmann vom Vermessungsamt, Knut Nadolski vom Amt für ländliche Entwicklung sowie Dieter Reißenweber für das Landwirtschaftsamt und den Bauernverband.

Im Verlaufe der Veranstaltung wurden 33 Männer neu als Feldgeschworene vereidigt und 27 Siebener wurden für ihre 25-, 40- und 50-jährige Tätigkeit geehrt.