Er ist einer, der nicht lang fackelt - er packt an. Für Kurt Hemmer (68) ist das Ehrenamt Ehrensache. Schon lange, bevor das Ehrenamt hochgehoben und in den Medien breitgetreten wurde, war der heute 68-Jährige vor allem rund um die Geroldswinder Kirche tätig.

So bekam er kürzlich für 35 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Mesner Ehrennadel und Urkunde der Diözese Würzburg. Diese überreichte ihm Pfarrer Richard Brütting während eines Gottesdienstes.

Worauf der Geehrte persönlich besonders stolz ist: Seit dem 6. Januar 1979 - seit ebenfalls 35 Jahren - betreut und organisiert er die Sternsingeraktion in der Gemeinde. So auch heuer, als er mit den Mädchen und Buben am Montag und Dienstag in Geroldswind, Gückelhirn, Todtenweisach, Wüstenbirkach, Voccawind und am Haus auf dem Zeilberg unterwegs war. Das Trüpplein signierte die Haustüren mit der Jahreszahl und dem Segen C+M+B ("Christus mansionem benedicat" - Christus segne dieses Haus). Die Verse für die Sternsinger schreibt Hemmer selbst - "jedes Jahr neue", verrät er. 800 Euro kamen am Montag und Dienstag zusammen, die dem internationalen Sternsinger-Projekt zugute kommen.

Neben seinem Dienst als Mesner in der Dorfkirche, den er seit 1. Juli 1979 ausführt, trägt er den Pfarrbrief aus und hat bis 2001 den Friedhof betreut; danach ist der Friedhof in den Besitz der Marktgemeinde Maroldsweisach übergegangen. Auf eine weitere Tradition weist er hin: vom Haus Brückner-Hemmer aus, in das er hineingeheiratet hat, wird seit 55 Jahren das Würzburger katholische Sonntagsblatt ausgetragen.

Ins Schwärmen gerät der gelernte Maler und Verputzer, wenn er von den Sanierungen der Dorfkirche in den Jahren 1980 und 2013 erzählt. Besonders bei der zweiten Sanierung habe er viel organisiert - "die Würzburger ham mir viel machen lassen, weil sie wussten, dass sie sich auf mich verlassen können", blickt er nicht ohne Stolz zurück. Eine besondere Ehre sei bei der Einweihung des neuen Altars und des Ambo zum Abschluss der Kirchensanierung 2013 gewesen, als er mit Weihbischof Ulrich Boom die Reliquien des heiligen Eugenius, des heiligen Fructuosus und des heiligen Theophilius in den Altartisch einmauern durfte. "Das war schon was Ergreifendes", sagt er.


Maroldsweisach — Am Dreikönigstag waren viele fleißige Sternsinger bereit, um Kindern in der ganzen Welt zu helfen. Das Motto lautete "Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit!". Organisiert und Vorbereitet wurde der Tag durch viele Helfer im Hintergrund. In Maroldsweisach hatte die Planung Thomas Sauer übernommen. Ilona Bergmann, Hanna und Dieter Bornkessel, Christa Beck und Ricarda Bornkessel-Sauer unterstützten den Organisator. 26 Kinder in sieben Gruppen übernahmen das Dreikönigssingen. Die Kinder zwischen vier und 13 Jahren mussten bei ihren Besuchen in Maroldsweisach, Ermershausen und Allertshausen betreut werden. Leider herrschte ein massiver Engpass im Bereich der Gruppenführer, so dass noch kurzfristig Begleiter einspringen mussten, die eigentlich anderweitig eingeplant waren. Sogar Pater Alfons Blüml und Pfarrer Richard Brütting setzten sich mit ein. Nach dem Aussendungsgottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche mit Pater Blüml zogen die Kinder, teils im Kindergartenalter in die Dörfer. Alle erhielten als Dank und zur Anerkennung eine Urkunde. Die Sternsingeraktion erbrachte 1901 Euro. gsch

Rentweinsdorf — Die 26 Sternsinger und ihre Begleiter sind alle wieder gut zuhause angekommen. Das ist erfreulich. Erfreulich ist auch das Sammelergebnis. Es entspricht dem des Vorjahres mit 2475 Euro. Zuvor wurden die Kinder und Jugendlichen ökumenisch von Pfarrer Hans Körner in der Trinitatiskirche gesegnet und in alle Ortsteile ausgesandt, wie Alfred Neugebauer aus Rentweinsdorf berichtet.

Unterpreppach — Ganz im Sinne der vor einigen Wochen in Paderborn eröffneten Sternsinger-Aktion für dieses Jahr unter dem zentralen Motto: "Segen bringen, Segen sein " waren am Dreikönigstag auch in der Pfarrei Unterpreppach die "Sternsinger" unterwegs - und zwar mit stattlichem Spendenerfolg. Allein die Gruppen von Unterpreppach konnten am Abend eine Spendensumme von knapp 1700 Euro zählen. Dazu kommen noch je einige hundert Euro aus den Filialen Reutersbrunn/Eichelberg und Vorbach.
Der Aktion war am Vormittag ein Gottesdienst in Unterpreppach mit Pater Richard Pfletschinger voraus gegangen, bei dem bereits je einige als "Dreikönige" verkleidete Ministranten aus allen drei Orten den Dienst am Altar versahen.
Der Geistliche würdigte in der Predigt und am Schluss der Messe das besondere Engagement aller Beteiligten und segnete die benötigte Kreide, den Weihrauch, das Weihwasser und sie allesamt, ehe er sie "aussandte".
Gerne zogen die Gruppen - teils bereits noch am Vormittag, teils am Nachmittag - unter Begleitung einiger Erwachsener von Haus zu Haus, um mit ihrem Symbol-Stern, mit Liedern, Segensworten und der üblichen Kreide-Anschrift an den Eingangstüren den Segen Gottes fürs neue Jahr 2015 zu bringen. Dafür und für den guten Zweck der Spende zeigten sich die Familien durchweg gerne großzügig. Die Spenden werden heuer insbesondere für eine gesunde Ernährung von Kindern auf den Philippinen und weltweit weiter geleitet.

Ebern — Pater Rudolf Theiler, Reverend Alan Stockbridge sowie der neue Diakon in Ebern, Uwe Holschuh gestalteten am Dreikönigstag in Ebern den Gottesdienst, der im Zeichen der Heiligen Drei Könige stand.
Ab 11 Uhr waren dann 61 Sternsinger in Ebern, Heubach sowie Eyrichshof und Fierst unterwegs. Leider waren es in diesem Jahr zwei Gruppen weniger, so berichtet der Sternsinger-Betreuer Patrick Hanus in der Rückschau, und so konnten die 41 Kinder und Jugendlichen sowie 20 Erwachsenen nicht alle Haushalte besuchen. Erfreulich indes sei, dass sechs "Erstkönige" im neuen Pfarrzentrum begrüßt werden konnten.
Insgesamt konnten die Sternsinger 7800 Euro sammeln. Hierbei handelt es sich um einen bisher nicht erreichten Betrag, den die Eberner Bevölkerung spendete.
In eine andere Welt tauchten drei der Sternsinger laut Patrick Hanus ein, als sie das Asylantenheim besuchten. Hier waren die Bewohner nach anfänglicher Sprachschwierigkeit äußerst dankbar und verabschiedeten sich überschwänglich.