Der Angeklagte dagegen fuhr eindeutig schwarz.

Auf die Frage des Bahnbeamten (der sogar bereit gewesen wäre, das fehlende Ticket auszustellen) gab der Beschuldigte damals an, kein Geld dabei zu haben. Um die Personalien festzustellen, ließ sich der Bahnschaffner die Personalausweise geben und ging zu seinem Dienstabteil.

Nach wenigen Minuten lief ihm der Angeschuldigte nach und beschimpfte den Kontrolleur lautstark als "Scheiß-Spagomat". Bei der Vernehmung durch die Polizei hatte der Bruder zugegeben, die Beleidigung gehört zu haben. Als er vor Gericht das Gegenteil behauptete, platzte dem Vorsitzenden Richter der Kragen.

Nicht zum Vorteil gereichte dem 29-jährigen Angeklagten, dass bereits zwölf Eintragungen wegen diverser Vergehen seine Seite im Bundeszentralregister "zieren". Allesamt zwar kleinere Delikte, aber einmal musste er seine Strafe sogar absitzen.