Fröhlich wurde da dem Alkohol zugesprochen, und spätabends gegen halb zwölf wollte das Duo mit dem letzten Zug nach Schweinfurt zurückfahren.

Wenn man dem Zeugen glauben darf, stand der Zug schon auf dem Gleis, als die beiden jungen Männer den Bahnhof erreichten. Also blieb keine Zeit, vorher eine Fahrkarte zu kaufen. Schon an diesem Punkt wurde ein erster Widerspruch deutlich, denn: Der Angeklagte hatte behauptet, nur deshalb ohne Ticket eingestiegen zu sein, weil der Automat keine 50-Euro-Scheine annimmt.

Jedenfalls saßen beide (besser: sie stellten sich schlafend) im Erste-Klasse-Abteil, wie der ebenfalls als Zeuge geladene Zugbegleiter der Bundesbahn aussagte. Als der Schaffner nach dem Fahrschein fragte, zeigte der jüngere der beiden seinen Bundeswehr-Dienstausweis.

Mit diesem Dokument können Soldaten kostenfrei zwischen Wohn- und Dienstort die Bahn benutzen.